Toons - Manga - Hentai - Futanari - Lolicon - Anime

HOME      
DIE TOPSEITEN  
Frivole Zeichnungen, die jedes Tabu gekonnt und kompromisslos brechen. Animierte Sexorgien und jede Menge künstlerische Erotik vom heissen Manga, über Hentai und Anime bis hin zu computer-animierten sexy cartoons. Toonsex ist der Tipp für alle, die vom Normalsex die Nase voll haben.

real-comicworld

Takeos geile Abenteuer. Auf der Suche nach seiner entführten Schwester begibt sich Takeo ins sagenumwogene Tynan, wo der grausame Goya sie als Sexsklavin gefangen hällt. Das ist die Real Comic World.

weiter

hentai archiv

Als Mitglied kannst Du alle Bilderserien unzensiert ansehen. Die Video-Clips, die wir hier für Dich bereit stellen, haben es ganz schön in sich. Du kannst alles sehen vom Ausziehen bis hin zum ficken. Wer schon einmal Slideshows gesehen hat, weiß diese Vorteile zu schätzen.

weiter

manga-archive

Es warten heiße Galerien und Action-Movies auf Dich. Kleine erotische Kunstwerke von bekannten Zeichnern und Mangakünstlern, die sexuelle Phantasien aufgreifen und in geile Comicsstrips verwandeln. Alle Themen der Erotik von sexy Toons bis Bizzar.

weiter

3d-sex

Unsere 3d Girls erleben das unglaublichste in heißen Cybersex stories. Lesben geben sich hier ihren geilen Trieben in wilden Cybersex-spielen hin. Cybersex-stories kennen keine Grenzen!

weiter

 

Toons - Manga - Hentai - Futanari - Lolicon - Animezurück

Hentai
Mit Hentai bezeichnet man außerhalb des japanischen Sprachraums pornographische Manga und Anime. Darunter fallen zum einen im für japanische Anime „typischen“ Stil gehaltene Pornographie, zum anderen pornographische Darstellungen von bekannten Figuren aus Comics, Zeichentrickfilmen oder Videospielen; ursprünglich stammten diese ausschließlich aus japanischen Vorlagen (z. B. Sailor Moon).
Hentai-Anime machen in Japan fünf bis zehn Prozent aller produzierten Anime aus. Man kann viele Hentai-Anime auch anderen Genres wie Fantasy, Science Fiction oder Magical Girl zuordnen.
Hentai zeichnet sich im Gegensatz zu Pornographie mit realen Menschen dadurch aus, dass es eine sehr breite Vielfalt an Darstellungen gibt, die im realen Leben nicht möglich oder verboten wären (wie z. B. Tentakel, Lolicon, Shotacon oder Futanari).
Verallgemeinerung
Frühe Beispiele von Sexualdarstellungen im Westen stammen überwiegend aus dem Horrorgenre, z. B. Urotsuki Douji, in dem junge Mädchen von Monstern mit Tentakeln vergewaltigt werden. Auch werden oft ausgefallene Praktiken und Fetische dargestellt, z. B. Bondage und Voyeurismus. Tatsächlich werden aber alle Anime mit expliziten Sexualdarstellungen, auch wenn diese der Norm entsprechen, als Hentai bezeichnet. Hentai als Spektakel findet mitunter mehr Akzeptanz als ein simpler Porno, wenn es als Horrorfilm, Thriller oder ähnliches getarnt wird. Erotische Anime wurden im Westen paradoxerweise durch Hentai schon früh salonfähig und haben ihren Ruf behalten, auch nachdem reine Manga-Pornos im Westen Einzug hielten.
Missverständnis
In Japan werden pornographische Manga üblicherweise als ero manga, seinen comic oder als 18-kin Manga („nicht für Leser unter 18 Jahren freigegebene Manga“) bezeichnet, man kann sie aber auch als etchi na manga („versaute Comics“) umschreiben.
Etchi ist die japanisierte Form der englischen Aussprache des Buchstabens H, weswegen man auch H na manga schreiben kann. Etchi/H ist höchstwahrscheinlich von Hentai abgeleitet. Auch wird H (na) Manga von westlichen Fans meist fälschlich als Hentai Manga gelesen, was dazu führte, dass Hentai im Westen mittlerweile wie eine Genrebezeichnung benutzt wird.
Abgrenzung zu verwandten, im Westen gebräuchlichen Termini
Hentai und Etchi werden im Westen oft durcheinander geworfen. Anders als in Japan werden beide Wörter zur Bezeichnung von Manga und Anime mit sexuellen Inhalten gebraucht, aber nach Härte der Darstellung unterschieden. Im Gegensatz zum Begriff Etchi, der im Westen üblicherweise für eher softerotische Anime und Manga verwendet wird und dessen Übergang zum Fanservice fließend ist, steht Hentai für harte gezeichnete Pornographie in allen Spielarten. Die unter deutschsprachigen Fans auch anzutreffende Meinung, dass es genau umgekehrt wäre, leitet sich vermutlich von der Fachzeitschrift AnimaniA her, die diese Ansicht bis zu einem Wechsel ihrer Redakteure verbreitete.
Computerspiele mit Hentai-Elementen werden Erogē genannt. Das einzige deutsch synchronisierte ist das Rollenspiel Knights of Xentar und lag seinerzeit verschiedenen Zeitschriften auf CD-ROM in einer jugendfreien USK-12-Version bei.
Hintergrund
In Japan tauchten früh Kunstwerke mit erotischem Inhalt auf. Schon während der Blütezeit der Ukiyo-e, der so genannten Edo-Zeit, enthielten die Holzschnitte pornografische Szenen mit oftmals surrealen Elementen.
Die japanische Auffassung von Obszönität unterscheidet sich recht stark von der anderer Kulturen. Selbst Animes für Kinder können unbekleidete Charaktere beinhalten, wie zum Beispiel in Sailor Moon, wo die Figuren während ihrer Verwandlung nackt gezeigt werden. Auch viele Mangaka zeichnen erotische Szenen im Rahmen des Fanservice.
Obwohl auch im Westen pornografische Comics und Trickfilme produziert werden, bleibt die Popularität von Hentai bis heute unerreicht. Dies liegt vor allem daran, dass westliche Comiczeichner, die ein Talent für pornografische Inhalte hätten, ihre Produktionen eher auf den Mainstream beschränken. In Japan hingegen gibt es sehr viele Künstler, die sich ausschließlich auf das Zeichnen von Hentai spezialisiert haben.
Diese Form der japanischen Kunst wurde vor allem durch das Internet berühmt. Mittlerweile sind sehr viele Internetseiten entstanden, die sich nur der Darstellung von Hentai widmen. Auch Hentai-Dōjinshi zu berühmten Mangas erfreuen sich großer Beliebtheit.
Zensur und Jugendschutz
Pornographie ist in Japan gesetzlich verboten. Die Definition von Obszönität ist schwammig, beinhaltet aber die detaillierte und realistische Darstellung von Geschlechtsorganen und dem Geschlechtsakt. Obwohl dem Namen nach verboten, dürfen nach unserem Empfinden pornographische Materialien in Japan unter der Bezeichnung Erotika aber durchaus vertrieben werden, solange die obszönen Stellen mit Balken verdeckt oder mit Computer-Mosaik-Effekten verfremdet werden. Für photographische Pornographie gelten dabei schon lange Altersbeschränkungen: So genannte Adult Videos (abgekürzt AVs) dürfen nur an über 18-Jährige abgegeben werden, für entsprechende Comics gibt es eine solche Altersbeschränkung jedoch erst seit Beginn der 1990er Jahre.
In Japan gibt es keine Prüfstelle für pornographisches Material im eigentlichen Sinne, erst nach Veröffentlichung kann ein Werk für obszön befunden und dann verboten werden. Die Hersteller müssen daher Selbstzensur üben, um eine für sie teure Beschlagnahmung zu vermeiden. Da sich aber weniger stark zensierte Werke deutlich besser verkaufen, werden die Grenzen für Obszönität ständig herausgefordert und auch immer wieder überschritten. Besonders gewagte Comics werden oft probeweise in kleiner Auflage veröffentlicht, um das finanzielle Risiko gering zu halten. Im Falle einer Beschlagnahmung erscheint dann eine stärker zensierte zweite Auflage und die bereits verkauften Exemplare der Erstauflage werden auf dem Gebrauchtmarkt zu begehrten Sammlerstücken.
Die gesetzliche Definition von Obszönität ermöglicht aber verschiedene Schlupflöcher: So waren in einer früheren Gesetzesfassung nur die Darstellung von erwachsenen Genitalien verboten, was den Erfolg von sogenannten Lolicon-Manga (Abkürzung für Lolita Complex) gefördert haben mag. Um die Überhandnahme von Sex-Comics mit teils sehr jungen Mädchen zu unterbinden, wurde das Gesetz Ende der 1980er Jahre geändert: Das bisherige Verbot von Schamhaaren (ein Kriterium für erwachsene Genitalien) wurde aufgegeben, und dafür ausdrücklich die Darstellung aller Genitalien verboten. Daher wurde die Schamgegend besonders in frühen Eromanga einfach freigelassen, oder nur die Silhouette eines Penis gezeichnet. Detailliertere Darstellungen mussten mit Balken verdeckt werden. Ein weiteres Schlupfloch stellen phallusähnliche Objekte wie Dildos oder Tentakel dar, die von solcher Zensur ausgenommen sind – zumindest solange, bis sie in eine Vagina eindringen. Letztendlich lässt sich die Zensur nicht völlig umgehen.
Auch in Mainstream-Werken, die man nicht unbedingt als pornographisch ansehen würde, wurde die Darstellung von Sex immer gewagter, und in den frühen 1990er Jahren lösten Comics wie Blue von Yamamoto Naoki und Angel von U-Jin eine Kontroverse aus, die schließlich zur Einführung des seinen comic-Labels führte. Dieser Aufdruck bedeutet Comics für Volljährige und markiert die oben erwähnte Altersbeschränkung. Da damit aber offiziell ein Genre von Comics für Erwachsene geschaffen und ein System für Jugendschutz etabliert worden war, wurde gleichzeitig auch der Weg geebnet für weniger Zensur. Die Balken wurden von da ab immer kleiner und verdecken meist nur noch einen Teil der Eichel oder der Klitoris, oder es ist verpixelt und man kann weniger der Intim-Zonen erkennen. Am 25. Februar 2008 wurde bekanntgegeben, dass mit einer Überarbeitung des Jugendschutzgesetzes in Japan begonnen werden soll. Als Ursachen dafür wird der starke Anstieg von Fällen, in denen Kindern Opfer von Pornografie wurden, und die Anschuldigung der Vereinigten Staaten, in Japan würde Kinderpornografie erlaubt, genannt.
Inhaltlich decken Eromanga schon von jeher ein breites Spektrum an sexuellen Praktiken und Fetischen ab. Die Handlung war von der Zensur kaum betroffen und ist damit teils viel extremer, als es im Westen möglich wäre. Für westliche Veröffentlichungen werden daher inhaltliche Änderungen vorgenommen (z. B. Dialoge, Alter der auftretenden Personen u. ä.). Im Internet wird unter der Bezeichnung Hentai aber auch viel unverfälschtes japanisches Originalmaterial verbreitet.
Öffentliche Wahrnehmung in Deutschland
Speziell im deutschsprachigen Raum werden Anime auch heute noch häufig mit Hentai gleichgesetzt. Dies hat wohl vor allem mit den Medien (sowohl Zeitung als auch Fernsehen) zu tun: Vielfach beschränkt sich deren Berichterstattung über Manga und Anime nach dem Grundsatz „Sex sells“ auf das Hentai-Genre. Die Tatsache, dass die Charaktere in Hentais teilweise sehr jung aussehen, tut ihr übriges. Außerdem war der Anteil von Hentai an den Anime-Videoveröffentlichungen in Deutschland bis Mitte der 1990er-Jahre sehr hoch (über 30 Prozent), in vielen Videotheken waren gar keine anderen Anime erhältlich. Zudem werden auch teilweise Anime als Hentai bezeichnet, die vereinzelt für deutsche Sehgewohnheiten ungewöhnlich explizite Sexszenen enthalten, aber diesem Genre eigentlich nicht zuzuordnen sind, wie beispielsweise Ninja Scroll oder Wicked City.


Futanari
Futanari (wörtlich: ‚zweierlei Formen‘, wörtlich ‚zweierlei sein‘) ist das japanische Wort für ‚Hermaphrodit‘, das im weiteren Sinne auch für ‚Androgynie‘ verwendet wird. Über Japan hinaus wird der Begriff als Bezeichnung eines pornographischen Genres von Computerspielen, Comics und Animationen verwendet, in denen Figuren, zugleich ausgestattet mit Vulva und Penis, als Akteure auftreten. Diese Figuren werden auch kurz Futa(s) genannt.
Der Begriff ‚Futanari‘ wird in der heutigen Umgangssprache fast nur für Personen verwendet, die ein weibliches Gesicht und weibliche Körperformen besitzen. Ebenso werden gelegentlich auch Werke dieses Genres verallgemeinernd als Futanari bezeichnet.
Ursprung
Wie in vielen anderen Kulturen entstanden auch im japanischen Volksglauben diverse Phantasien hinsichtlich der Geschlechtsmerkmale. So finden sich sowohl in traditionellen Gesangsstücken Hinweise darauf, dass ein Geschlechtswechsel nicht ausgeschlossen wurde, als auch die Verehrung des Geschlechts als Symbolisierung von Gottheiten – den Dōsojin, deren Geschlecht nicht immer eindeutig bestimmt war. Ebenfalls verbreitet war der Glaube daran, dass einige Personen in Abhängigkeit von der Mondphase ihr Geschlecht wechseln könnten. Entsprechend wurde beispielsweise der Begriff Hangetsu geprägt, der sich wörtlich als ‚halber Monat‘ bzw. ‚Halbmond‘ übersetzen lässt und für jene Wesen verwendet wurde. Als mögliche Ursache für diese Annahme wird die traditionelle Kleidung genannt, durch welche Männer und Frauen nicht so eindeutig zu unterscheiden waren wie in anderen Kulturen und Epochen. So waren die Wachposten angewiesen, entsprechende Kontrollen vorzunehmen, da Frauen bestimmte Orte nicht aufsuchen durften. Zugleich finden sich Hinweise darauf, dass insbesondere das Wachpersonal gerne über die Thematik scherzte. Ob anatomische Anomalien, wie etwa die Klitorishypertrophie oder Fehlentwicklungen bei der Geschlechtsdetermination, der Ausgangspunkt waren, ist jedoch ungeklärt.
Als gesichert gilt jedoch, dass vom 12. bis 14. Jahrhundert, also gegen Ende der Heian-Zeit, Tänze von den Shirabyōshi (白拍子) aufgeführt wurden. Dabei handelte es sich um als Männer verkleidete Frauen, die zur Erheiterung des Kaiserhofs traditionelle Tänze aufführten. Dennoch sollen die Wurzeln noch viel weiter in die Anfänge des Buddhismus zurückführen. Schließlich seien dessen Gottheiten auch nicht unbedingt einem Geschlecht zuzuordnen.
Nach Ende der Schlacht von Sekigahara zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde eine gewisse Nachlässigkeit innerhalb der militärischen Lebensweise festgestellt, die von der Bevölkerung als Effemination aufgefasst wurde. Davon ausgehend wurde eine Bezeichnung als weibliche Person mit einer Diskriminierung gleichgesetzt. Dies war aber nicht generell der Fall. So wurde die feminine Seite von Darstellern oder die maskuline Erscheinung von Frauen im gewissen Rahmen sogar als positiv bewertet. Dies hatte seinen Höhepunkt in der Edo-Zeit, in der sowohl in den Reihen der Samurai als auch in der Bevölkerung ein reges Interesse an der Androgynie und den Futanari vorherrschte. So wurde beispielsweise der Schauspieler Shimada Manosuke für seine Qualitäten bei der Darbietung weiblicher Rollen mit einem Gedicht geehrt, das nebenstehenden Wortlaut hatte.
Während in der westlichen Gesellschaft Nacktheit oft ein Tabu war, kam diese Vorstellung in Japan erst in der Meiji-Zeit mit der Verwestlichung des Landes auf. Dieser Umschwung sorgte aber dafür, dass sich die japanische Gesetzgebung mit transsexuellen Themen konfrontiert sah, in deren Einklang sich hartnäckig Gerüchte über Futanari hielten. So war 1872 der Artikel 266 verabschiedet worden, der homosexuellen Geschlechtsverkehr und diesbezügliche Vergewaltigungen (Gōkan) unter Strafe stellte. In der Folgezeit kam es in den 1870ern und 1880ern zu etwa zwanzig bekannt gewordenen Fällen. Ungewöhnlich war dabei der Fall des 26-jährigen Inaba Kotoji, der nach seiner Festnahme 1881 preisgab, bereits seit seiner Kindheit Analverkehr gehabt zu haben. Ebenfalls wurde festgehalten, dass er sich selbst den weiblichen Namen Okoto gegeben und Frauenkleidung getragen hat. Aus diesen Gründen stufte ihn das Gericht als eine Person ein, auf „die die normalen Regelungen für Männer nicht zuträfen“. Letztlich wurde er zu einer vergleichsweise milden Strafe verurteilt, da sein Verhalten nicht der typischen Hierarchie einer Vergewaltigung entsprach – schließlich hätte er sich, wie eine Frau, selbst zur Penetration angeboten. Als Nebenerscheinung des Prozesses verbreitete sich das Gerücht, dass es sich bei ihm um einen Henjō Danshi bzw. Futanari handle. Dies betraf aber nicht nur Männer, sondern auch maskulin wirkende Frauen. So waren in Tokio die Begriffe Otoko-onna / Onna-otoko (dt. ‚Mannsweib‘) verbreitet und Beziehungen dieser Personen zu anderen Frauen wurden argwöhnisch beobachtet.
Der Artikel 266 wird darüber hinaus als erstes Gesetz benannt, bei dem sich die japanische Rechtsprechung von europäischen Normen und Moralvorstellungen beeinflussen ließ, obwohl es sich stark am chinesischen Vorbild orientierte. In der Folgezeit erlassene Gesetze trugen eine wesentlich ausgeprägtere westliche bzw. europäische Handschrift, in deren Einklang zahlreiche Zensurgesetze (vergleiche: Japanische Pornografie – Abschnitt: Zensurgesetze) erlassen wurden. Demnach war es verboten, Geschlechtsmerkmale, einschließlich der Schambehaarung, darzustellen. Diese Gesetze hatten jedoch keine tiefe Verwurzelung in der bis dahin sehr freizügigen Gesellschaft. Das religiöse und soziale Tabu gegen Nacktheit war historisch gesehen in Japan schwächer als im Westen: „Kopfkissenbücher“, die sexuelle Handlungen im Detail beschreiben, wurden in der Edo-Zeit oft verkauft. Auch noch nach der Meiji-Restauration arbeiteten Frauen und Männer oft nackt und badeten in aller Öffentlichkeit. So entwickelten sich in der Folgezeit diverse Untergrundbewegungen, innerhalb derer die Werke weiterhin unzensiert weitergegeben wurden. Unterdessen war die Unterhaltungsindustrie bemüht, die Zensur auf das notwendigste zu beschränken, was die berüchtigten Zensurbalken und Verpixelungen immer kleiner oder feiner werden ließen. Erst 1991 wurden diese Regelungen wieder gelockert, was es ermöglichte, zumindest Erwachsenen unzensierte Werke anzubieten.
Als Folge entstanden während der Zensur zahlreiche neue Genres, die es erlaubten, die Bestimmungen zu umgehen. Dies führte zu Kuriositäten wie beispielsweise den Tentakelvergewaltigungen (Shokushu Gōkan) oder dem Genre des Lolicon. Nachdem bereits in den 1980er-Jahren das Genre des Lolicon zu einem bestimmenden Faktor der japanischen Unterhaltungsindustrie wurde, konnte nun auch das Genre des Futanari in den 1990er-Jahren den Markt in vergleichbarer Weise beeinflussen und ging im Mainstream auf. Über die genauen Hintergründe, warum das Genre zu diesem Zeitpunkt populär wurde, gibt es verschiedene Theorien. Häufig wird die Nähe zum Genre des Yuri als mögliche Ursache genannt, da es eine Erweiterung dieser Thematik gewesen sei. So könne die verspielte Art einer lesbischen Beziehung mit dem harten Geschlechtsverkehr verbunden werden, was den dargestellten Akt angenehmer erscheinen ließe. Zugleich biete es dem männlichen Publikum die Möglichkeit, sich besser in das Geschehen einzufinden, als in eine rein feminine Beziehung. Ebenso dürfte die teilweise weggefallene Zensur maßgeblich dazu beigetragen haben.[
Darstellungsvarianten und Randbereiche der Definition
Je nach Ursprung und Ausprägung der Geschlechtsorgane können mehrere Varianten beschrieben werden. So existieren Hermaphroditen im strengen Sinne, die also sowohl männliche wie weibliche Geschlechtsorgane besitzen. Sie stellen den Großteil der illustrierten Figuren und zeichnen sich durch ein meist üppiges weibliches Erscheinungsbild aus, das dem Idealbild einer Frau nachempfunden ist. Die Darstellung der Geschlechtsmerkmale variiert hingegen. So können die Hoden auch ausgelassen werden, was jedoch im allgemeinen keinen Einfluss auf die nachgesagte Zeugungsfähigkeit hat. In vielen der Darstellungen dieses Typus werden Elemente des Yuris eingebaut. Dabei steht eine lesbische Liebesbeziehung im Vordergrund, die aber um den Aspekt des „Nachfühlens“ durch den männlichen Betrachter erweitert wird. Parallel dazu sind Beziehungen zu männlichen Partnern anzutreffen, wobei diese in der Regel das Geschehen bestimmen und sich nicht von dem erigierten Glied abgeschreckt sehen.
Ebenso sind Frauen mit penisartig vergrößerter Klitoris anzutreffen. Diese fallen allerdings in den Randbereich der Definition und es gibt keine klare Abgrenzung, ob diese Variante klassisch als Futanari zu bezeichnen ist, da sie einem chinesischen Volksglauben entspringt. Dennoch finden sich auch solche Darstellungen in aktuellen Werken. Ein Beispiel dafür ist der Anime La Blue Girl, in dem die anschwellende Klitoris von einer weiblichen Ninja sogar im sexuellen Kampf als Waffe verwendet wird.
Für Werke, die statt der Stilelemente von Manga und Anime westliche Elemente verwenden, sind im englischen Raum die Begriffe Dickgirl, Shemale – die, wie die deutschsprachige Bezeichnung Schwanzweib, als vulgär angesehen werden – und New Half verbreitet. Diese wurden jedoch auch in den japanischen Wortschatz mit aufgenommen. Bei dem Dickgirl handelt es sich um eine Ausprägung, die anstelle der Vagina nur mit einem Penis ausgestattet ist. Innerhalb der Szene ist man sich unterdessen nicht ganz einig, ob das Dickgirl ebenfalls zu den Futanari gezählt werden sollte. Schließlich besitzt es ein eher männliches Erscheinungsbild und übernimmt in den Beziehungen auch Männern gegenüber häufig die dominante Rolle und penetriert diese. New Half oder Shemale bezeichnen hingegen Transfrauen, die sich einer Hormonbehandlung, aber keiner geschlechtsangleichenden Operation unterzogen haben. Sie werden in der japanischen Umgangssprache ebenfalls als Futanari bezeichnet, jedoch als außerhalb des Genres betrachtet.
Hang zur Übertreibung
In vielen Werken, die dem Hentai zuzuordnen sind, wird die Möglichkeit wahrgenommen, geschlechtsbestimmende Merkmale und Vorgänge besonders auffällig darzustellen. Auch in Abbildungen von Futanari wird dies forciert, sodass der Penis teils absurde, anatomisch unmögliche Ausmaße annehmen kann. So ist die Darstellung des Autofellatio nicht selten anzutreffen, wobei sich die gezeichneten Figuren dazu keine Mühe geben müssen. Unabhängig von der Größe des Penis und der Hoden sind in solchen Szenen einige Futanari in der Lage, unglaubliche Mengen an Sperma freizusetzen. Lautmalerisch umschreibt Lucy Moore im Student Life, bezogen auf Hentai im allgemeinen, dass in solchen Szenen die Figuren in der Lage wären, mit ihrem Sperma ganze Räume zu bedecken. In den Zeichnungen äußert sich dies teils derart, dass die Figuren kaum noch ersichtlich sind. Darüber hinaus finden sich auch Werke, in denen Futanari mehrere Penisse besitzen, was zur Darstellung des Geschlechtsaktes mit mehreren Partnern oder der Doppelpenetration durch eine Person genutzt wird.
Werke
Da es sich bei Futanari um ein Genre handelt das sich primär an ein erwachsenes Publikum richtet und stark in der Pornographie verwurzelt ist, finden sich Futanari nur sehr selten in ein breites Publikum ansprechen sollenden Werken wieder. Gleichermaßen ist es hauptsächlich nur in Japan populär und erreichte erst mit zunehmender Verbreitung des Internets auch ein interessiertes ausländisches Publikum. Dennoch erreichten auch im Vorfeld dieser Entwicklung einige Werke weitreichende Bekanntheit. Zu ihnen gehört der Manga La Blue Girl und dessen Adaptionen. Er erzählt von einer weiblichen Ninja, die gegen Dämonen kämpfen muss, wobei die Kämpfe nicht durch pure Gewalt entschieden werden können. Stattdessen dient eine sexuelle Auseinandersetzung als Mittel der Wahl, wobei derjenige seine Kräfte verliert, der zuerst einen Orgasmus bekommt. Hierbei bedient sich die Protagonistin Miko Midō ihrer stark anschwellenden Klitoris, womit sie insbesondere im Kampf gegenüber weiblichen Gegnern einen Vorteil hat. Ebenfalls weite Verbreitung im amerikanischen und europäischen Raum fand der Manga Hot Tails, der laut Jason Thompson das einem westlichen Publikum wohl bekannteste Werk mit Futanari in der Hauptrolle sei.
In jüngerer Zeit sorgte das Computerspiel Nier für Aufregung, da der Charakter Kainé als Hermaphrodit erkannt und auf Nachfragen vom Produzenten bestätigt wurde. Laut diesem sei es das Interessante an Figur und könne deren ungewöhnliche Verhaltensweisen erklären. Ein weiterer außerhalb Japans bekannter Vertreter der Computerspiele ist Bible Black und dessen Adaptionen. Diese Reihe konzentriert sich aber nicht auf Futanari als Genre und es ist nur eine Begleiterscheinung.
Trotz einiger bekannter Werke lässt sich der Großteil der Futanari den Dōjinshi zuzuordnen, deren Außenwirkung auf die Szene beschränkt ist. Allein schon deshalb, weil es sich bei vielen der Dōjinshi streng genommen um Urheberrechtsverletzungen handelt, die aber weitgehend geduldet werden. Dennoch gibt es einige bekanntere Künstlergruppen oder Einzelkünstler mit Originalwerken. Zu ihnen zählen Behind Moon, Aizo (Kesson Shōjo) oder auch AskRay (Bosshi).
Wesentlich stärker verbreitet sind Futanari in Erogēs. Diese Form von Computerspielen erreicht allerdings nur selten ein ausländisches Publikum, da den Publishern der Aufwand einer Übersetzung im Vergleich zu Animes und Mangas zu groß ist. So sind aufgrund des finanziellen Risikos nur vereinzelt Übersetzungen anzutreffen.
Neben den Darstellungen in gezeichneten Werken finden sich auch pornografische Filme mit ‚Futanaris‘ in der Hauptrolle. Bei den Schauspielern handelt es sich in aller Regel um Frauen, die mit einer möglichst echt wirkenden Penisattrappe ausgestattet wurden.
Verwandte Genres
Während sich Futanari überwiegend nur in pornografischen Werken wiederfinden, haben sich in nicht dem Hentai zuzuordnenden Mangas und Animes die verwandten Genres des Gender bender und Cross-Dressing durchgesetzt. Ergänzt werden sie durch androgyne Charaktere, deren Geschlecht nicht genannt wird und auch bewusst nicht eindeutig erkennbar ist. Hauptsächlicher Unterschied zu diesen ist, dass die Figuren stets nur ein oder kein Geschlecht aufweisen, während Futanari über beide gleichzeitig verfügen.
Als Gender bending (wörtl. ‚Geschlechtsverbiegen‘) wird eine aktive Form des Geschlechterrollenwechsels bezeichnet, die sich auch in der visuellen Darstellung niederschlägt. Dabei wird ein entsprechender Gegenpart zu einer Figur geschaffen, die sich dessen nicht bewusst sein muss, aber kann. Dieses Phänomen findet sich in zahlreichen Werken und Adaptionen von Fans wieder. Es wird überwiegend als Grundlage humoristischer Szenen genutzt, da sich die Charaktere mit einer ihnen ungewohnten sozialen Rolle konfrontiert sehen. Zwei typische Beispiele sind die Franchises Ranma ½ oder Kämpfer, in denen die Hauptfiguren wiederholt ihr Geschlecht von männlich nach weiblich wechseln und sich daraus zahlreiche Probleme ergeben. Außerhalb des professionellen Umfeldes entwickelte sich beispielsweise die Figur Kyonko, die eine weibliche Adaption von Kyon darstellt, obwohl dieser im ursprünglichen Werk Suzumiya Haruhi no Yūutsu stets männlich war.
Parallel finden sich sowohl Formen des Cross-Dressing als auch des Transvestitismus in einem gewissen Anteil der Produktionen wieder. Bei ersterer soll die Verkleidung hauptsächlich der komödiantischen Auseinandersetzung dienen. Ein Beispiel dafür ist der Manga und Anime Working!! in dem der männliche Protagonist sich im Umfeld einer Mitarbeiterin, die unter Androphobie (der Angst vor Männern) leidet, sich gezwungen sieht als Frau zu verkleiden. Zu seinem Ungemach finden das die anderen Bediensteten überaus anziehend und zwingen ihm das Kostüm wiederholt auf. Transvestiten werden hingegen regelmäßig als überaus bewegte „Vaterfiguren“ dargestellt. Als prominentes Beispiel kann hier der Animefilm Tokyo Godfathers von Satoshi Kon genannt werden.
Ebenso finden sich androgyne Figuren, deren Geschlecht offen bleibt oder auf den ersten Blick nicht zu erkennen ist. Ein Beispiel dafür ist Hideyoshi Kinoshita aus Baka to Test to Shōkanjū, der sich zwar selbst als Mann sieht, aber von den anderen Figuren wegen seines Aussehens und seiner Kleidung immer wieder für eine Frau gehalten wird. Dies führt so weit, dass er zum Umziehen gar in die Damenumkleide geschickt wird, was er aber zurecht stets verweigert. Letztlich wird er in eine ganz eigene Kabine geschickt, da „er ein ganz eigenes Geschlecht sei“. In Fankreisen werden solche Figuren als Trap (dt. ‚Falle‘) bezeichnet, da sie auf den ersten Blick weiblich aussehen, der Betrachter bei näherer Recherche jedoch feststellen muss, dass er auf einen Mann hereingefallen ist. Für den entgegengesetzten Fall ist der Begriff Reverse Trap gebräuchlich


Lolicon
Lolicon ist eine Abkürzung des Begriffs Lolitakomplex. Damit werden in Japan sowohl eindeutig sexuelle Darstellungen fiktiver minderjähriger Mädchen mit einem anscheinenden Alter von 8 bis 13 Jahren als auch die sexuelle Fixierung darauf bezeichnet.
Etymologie
Das Wort leitet sich aus der Anlehnung an das Mädchen „Lolita“ aus dem gleichnamigen Roman von Vladimir Nabokov her. „Lolita Complex“ wird als „Lolicon“ abgekürzt, da in der japanischen Phonologie kein End-„m“, aber ein End-„n“ existiert. Andere ausländische Wörter, die auf „-m“ enden, werden oft auf die gleiche Weise verändert. Eine reine Transliteration des Wortes ist rorikon.
Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes im Japanischen bezieht sich nicht nur auf Zeichnungen. „Loli“ bezeichnet nicht nur Manga, sondern jegliche Darstellungen von Mädchen, einschließlich Fotobildbände und Videos. Lolicon kann sich aber auch auf Personen beziehen, die sich sexuell zu fiktiven oder realen minderjährigen Mädchen hingezogen fühlen (eben Personen mit einem „Lolita Complex“) und ist daher auch ein Synonym für Pädophile.
In der westlichen Welt hat das Wort eine etwas abgewandelte Bedeutung, ähnlich anderen japanischen Wörtern wie Anime, Manga und Hentai. In diesem Fall bezeichnet Lolicon ein Genre von Hentai, Anime und Manga, welches sexuelle oder erotische Darstellungen von Minderjährigen zeigt.
Herkunft
Eine These zur Herkunft des Lolicon-Genres ist, dass durch das früher in Japan geltende Verbot, Schamhaar zu zeigen, viele Zeichner ihre Charaktere jung aussehen ließen und das Schamhaar einfach wegließen. Als das Verbot Anfang der 1990er Jahre aufgehoben wurde, hatte sich die Darstellung kleiner Mädchen (und Jungen) bereits zu einem eigenen Genre entwickelt und hat sich bis heute gehalten.
Subgenre
Toddlercon ist ein weiteres westliches Wort; im Wesentlichen bezeichnet es Lolicon, die sehr junge Mädchen bis hin zum Kleinkindalter (engl. toddler) darstellen. Dieses Subgenre wurde geschaffen, um eben dieses von „normalen“ Lolicon zu unterscheiden, da viele Anhänger des Lolicon sexuelle Darstellungen von Kleinkindern als geschmacklos empfinden.
Des Weiteren steht noch das Shotacon-Genre (Abbildungen minderjähriger Jungen bzw. die sexuelle Fixierung darauf) in Bezug zu Lolicon, ist aber eher das Gegenstück dazu als ein Subgenre.
Gesellschaft
Lolicon ist in Japan unter der Auflage aller pornographischen Medien (nicht jugendfrei, Zensierung der Geschlechtsteile etc.) frei verfügbar (siehe „Wandel der Zensur“).
Obwohl Japan einer der größten Lolicon-Produzenten und -Märkte der Welt ist, gibt es keine Hinweise darauf, dass die Zahl sexueller Übergriffe gegenüber Kindern dadurch erhöht würde. Der offene Umgang mit Lolicon scheint allerdings die freiwillige Prostitution von Minderjährigen, meist Schülerinnen, zu begünstigen (Enjokōsai).
Die Frage, ob Lolicon-Materialien die Hemmschwelle für Übergriffe auf Kinder herabsetzt oder im Gegensatz dazu eine Art Ersatzhandlung für das Ausleben des Lolicon-Fetisches bzw. Pädophilie allgemein ist, ist nach wie vor Streitpunkt vieler Diskussionen zwischen Anhängern und Kritikern des Genres.
Viele westliche Länder haben auch noch keine klare Definition oder Gesetze, die den Status solchen Materials regeln (siehe „Rechtliche Lage“).
Wandel der Zensur
Anzumerken ist, dass viele Dōjinshi, die auf Conventions verkauft werden, also keinen großkommerziellen Vertrieb haben, auf Zensur komplett verzichten. Dazu kommen „Underground“-Publikationen, die zumeist unter der Hand verkauft werden und von jeher die Zensur ignoriert haben. Da sich dies in gewisser Weise negativ auf die Verkaufszahlen „normaler“ Publikationen auswirkte, wurde der Grad der Zensur im Verlauf der Zeit immer weiter geschwächt und vermindert. Während Anfang der 90er Jahre noch ein großer, schwarzer Kreis die gesamte Lendengegend abdeckte (sehr selten auch ein Mosaik), bediente man sich im Lauf der Zeit schwarzer, weißer oder grauer Balken oder Kreise, die nur das „Wichtigste“ (Klitoris und Glans penis) verdeckten. Später wurden dann diese Balken halbdurchsichtig und so klein, dass man sie kaum noch erkannte. Mittlerweile wird die Zensur auch in Printmedien von größeren Verlagen weggelassen, z. B. einige Veröffentlichungen der Mangaka Nekogen, Ogawa Kanran und Hoshino Fuuta, obwohl das Gesetz zur Zensur immer noch gültig ist.


Anime
Im Gegensatz zu den Printmedien wird in animierten Materialien fast ausschließlich mit Mosaiken gearbeitet, analog ist aber die Größe der Mosaike deutlich kleiner geworden, und auch die Mosaikdichte wurde verfeinert, so dass man bei gleicher Mosaikgröße mehr Details erkennen kann. Mittlerweile wird aber auch hier bereits in einigen Veröffentlichungen die Zensur gänzlich weggelassen.
Da sich zensierte Hentai außerhalb Japans schlecht verkaufen, wurden viele (besonders für den Vertrieb in Amerika gedachte) Filme unzensiert neu aufgelegt, die zum großen Teil von Japanern trotz Verbotes re-importiert wurden. Diese Verfahrensweise drängte die Produzenten dazu, den Grad der Zensur immer weiter herunterzusetzen.
Computer-Grafik
Die geläufige Zensur von in Software eingebundenem Lolicon (Computer Graphics, abgekürzt CG) ist ebenfalls das Mosaik. Besonders in Erogē ist es von den Entwicklern üblich, die Bilder unzensiert ins Spiel einzubinden und erst zur Laufzeit ein Mosaik darüberzulegen. Diese Funktion konnte oft mit einem inoffiziellen Patch, den man sich aus dem Internet herunterladen konnte, abgestellt und die Zensur damit umgangen werden.
Mittlerweile wird sehr häufig Gmask zur Zensur verwendet. Ein bestimmter Bereich des Bildes wird für das menschliche Auge unkenntlich gemacht, in dem die Farben der Bildpunkte nach einem bestimmten Muster (Passwort) verändert werden. Diese Zensur kann rückgängig gemacht werden, wenn man das verwendete Passwort kennt. Dieser Vorgang ist vergleichbar mit dem Verschlüsseln von Archivdateien.

Rechtliche Lage
Deutschland
Pornografische Darstellungen, die den sexuellen Missbrauch von Kindern zum Gegenstand haben, unterliegen gemäß § 184b Abs. 1 StGB einem absoluten Verbreitungsverbot – auch wenn sie ein fiktives, aber wirklichkeitsnahes Geschehen zeigen. Sowohl das Verbreiten und Zugänglichmachen als auch entsprechende Vorbereitungshandlungen werden mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft. Der Besitz von Darstellungen, die ein rein fiktives, nicht wirklichkeitsnahes Geschehen wiedergeben (vgl. § 184b Abs. 4 StGB), ist dagegen nicht rechtswidrig.
Andere Länder
In Japan sind gezeichnete Lolicon-Darstellungen legal, solange keine realen Kinder (z. B. Child Models) als Modell dienen. Seit 2000 wird zwischen Lolicon und Kinderpornographie distinktiv unterschieden, da letzteres klar illegal wurde.
Viele Länder haben eine nicht ganz eindeutige Rechtslage, was Lolicon angeht. So sind z. B. in Großbritannien, Kanada und den Niederlanden zwar „realistische Darstellungen von Kindern in sexuellen Handlungen oder Posen“ als „virtuelle Kinderpornographie“ verboten, aber inwiefern Lolicon unter diese Definition fällt, ist noch nicht genau geklärt – unter anderem, weil solche Fälle sehr selten vor Gericht verhandelt werden.
Im Februar 2005 wurde ein Mann aus Edmonton (Kanada) wegen Verdacht auf Import von Kinderpornographie verhaftet, da er 15 Lolicon-Bücher importieren wollte. Er wurde zu einer Geldstrafe und gemeinnütziger Arbeit verurteilt und für 5 Jahre in die Sexualstraftäter-Liste aufgenommen. Die kanadische Presse hat aber einige Gattungsbegriffe verwechselt oder sinnentstellt. So hieß es z. B. in der Edmonton Sun: „Anime ist illegal in Kanada, aber nicht illegal in Japan und den Vereinigten Staaten“.
In den USA wurde 2002 vom obersten Gerichtshof im Fall Ashcroft vs. Free Speech Coalition entschieden, dass Lolicon unter „Free Speech“ („Freie Rede“ ) falle und somit legal sei, da entsprechende Passagen des Child Pornography Prevention Acts (CPPA) von 1996 - insbesondere wegen des Verbots des Besitzes - für überzogen und verfassungswidrig befunden wurden. Kurz danach trat allerdings 2003 der PROTECT Act in Kraft, der erneut auch virtuelle Darstellungen von Kinderpornographie verbot, den Besitz jedoch ausklammerte. Darüber hinaus darf Lolicon auch produziert und verbreitet werden, wenn es „serious artistic value“, also echten künstlerischen Wert, besitzt. Was das aber genau heißt, bleibt weiterhin unklar. Im April 2004 ist ein 53-jähriger Mann aus Richmond verurteilt worden, weil er sich Lolicon-Bilder an einem öffentlichen Rechner eines Arbeitsamtes angeschaut hat und er dabei entdeckt wurde. Die Rechtslage ist damit jedoch nach wie vor unklar, da auch echte Kinderpornografie unter den Bildern auf dem Computer gefunden wurde.


Manga
Manga ist der japanische Begriff für Comics. Außerhalb von Japan bezeichnet er im fachwissenschaftlichen Sinne ausschließlich aus Japan stammende Comics, anderweitig wird er aber auch zur Bezeichnung von nichtjapanischen Comics mit Manga-Stilelementen verwendet.
Die als typisch angesehenen Stilelemente von Manga finden sich auch in japanischen Animationen, den Anime, wieder.
Begriffsabgrenzung
Ähnlich wie der westliche Begriff ,Comic‘ ist auch ,Manga‘ in seiner Bedeutung eher unscharf und schließt neben statischen Bildergeschichten, kurzen Comic Strips und Karikaturen zum Beispiel auch Zeichentrickfilme mit ein. Um sie besser von Comics in Buchform unterscheiden zu können, hat sich für japanische Zeichentrickfilme jedoch weltweit die Verwendung des Fachwortes Anime durchgesetzt. Als Mehrzahl von Manga ist im Deutschen sowohl „die Manga“ als auch „die Mangas“ üblich.
In Japan wird der Begriff ,Manga‘ gleichberechtigt mit ,Comic‘ (コミック komikku) für alle Arten von Comics verwendet, unabhängig von ihrer Herkunft. In Abgrenzung zu den japanischen Manga werden Comics aus Südkorea als Manhwa und Comics aus dem chinesischen Raum als Manhua bezeichnet.
Im Westen bezeichnete man mit ‚Manga‘ zunächst meist nur Comics aus Japan, mittlerweile wird der Begriff aber vor allem von Comicverlagen auch zunehmend für Comics aus anderen Ländern verwendet, die sich am Stil japanischer Produktionen orientieren. International wird jedoch vor allem in Fankreisen diskutiert, ob auch Werke nicht-japanischer Zeichner als „Manga“ bezeichnet werden können. Während sich im englischen Sprachraum für von englischsprachigen Künstlern gezeichnete Comics im Manga-Stil mittlerweile der Begriff ,original English-language manga‘ (oder kurz ,OEL manga‘) eingebürgert hat, hat sich im Deutschen bislang kein einheitlicher Ausdruck durchgesetzt.
Moderne Manga
Viele moderne Manga sind eher bild- als textlastig. Sie sind vor allem in schwarz-weiß gehalten und werden entsprechend der traditionellen japanischen Leserichtung von „hinten“ nach „vorne“ und von rechts nach links gelesen. Für eine Übersicht charakteristischer Bild- und Handlungselemente, siehe Stilelemente von Manga und Anime.
In Japan erscheinen Manga in folgenden Formen:
Vier-Bilder-Manga entsprechen den amerikanischen comic strips und werden wie diese in Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht.
Überwiegend in monatlichem, seltener in zweiwöchentlichem oder wöchentlichem Rhythmus erscheinen telefonbuchdicke Manga-Magazine, in denen auf 100 bis über 1000 Seiten die neuesten Kapitel mehrerer Serien zusammengefasst werden. Sie sind für umgerechnet zwei bis fünf Euro am Zeitungsstand erhältlich, haben eine schlechte Papier- und Druckqualität und werden normalerweise nach dem Lesen weggeworfen. Zu den bekanntesten Manga-Magazinen gehören u. a. Shōnen Sunday (seit 1959) und Big Comic (seit 1968) vom Shogakukan-Verlag, Shōnen Magazine (seit 1959) vom Kodansha-Verlag und Shōnen Jump (seit 1968) vom Shueisha-Verlag. Während beispielsweise im Jahr 1982 in Japan 160 Manga-Magazine und im Jahr 1992 224 Manga-Magazine erschienen, werden aktuell (Sommer 2007) 266 Magazine mit einem auf den Monat umgerechneten Gesamtumfang von etwa 100.000 Seiten veröffentlicht. Manga-Magazine machen etwa 70 % des japanischen Manga-Marktes aus.
Jeweils im Abstand von mehreren Monaten erscheinen Taschenbücher mit Schutzumschlag (Tankōbon), in denen mehrere vorher in den Magazinen erschienene Kapitel einer erfolgreichen Serie in sehr guter Druckqualität zum Sammeln und Aufbewahren neu aufgelegt werden. Oft enthalten sie zusätzliche Bonus-Kapitel, die nicht vorher in den Magazinen abgedruckt wurden, dafür sind die in den Magazinen farbig gedruckten Kapiteleinleitungsseiten meistens schwarz-weiß. Immer häufiger werden von diesen Taschenbüchern neben der normalen Auflage auch limitierte Sonderausgaben veröffentlicht, denen exklusive Figuren oder Merchandising-Artikel zur jeweiligen Serie beiliegen. Der Anteil der Manga-Taschenbücher am japanischen Manga-Markt umfasst etwa 30 %.
Seit etwa 2004 gibt es in zunehmendem Maße die Möglichkeit, Manga in digitaler Form kostenpflichtig z. B. auf Mobiltelefone herunterzuladen. Die Bildfolgen sind dafür bildschirmgerecht aufgeteilt und teilweise auch durch technische Effekte (z. B. Einsatz der Pager-Funktion bei Actionszenen) aufbereitet, einige Manga-Serien werden exklusiv für Mobiltelefone angeboten. Aufgrund der geringen Downloadkosten von 40 bis 60 Yen (etwa 25 bis 40 Cent) pro Geschichte und der ständigen Verfügbarkeit hat dieser Markt bereits einen Umfang von mehreren Millionen Aufrufen pro Jahr.
Entwicklung der japanischen Comic-Kunst
Die ältesten bekannten Vorläufer der japanischen Comic-Kunst sind Zeichnungen und Karikaturen aus dem frühen 8. Jahrhundert, die im Jahr 1935 bei Restaurierungsarbeiten am Hōryū-Tempel in Nara auf der Rückseite von Deckenbalken entdeckt wurden.
Buddhistische Mönche begannen schon früh, Bildergeschichten auf Papierrollen zu zeichnen. Das bekannteste dieser Werke ist die erste von insgesamt vier chōjū jinbutsu giga (Tier-Person-Karikaturen), die dem Mönch Sōjō Toba (1053–1140) zugeschrieben werden: Dabei handelt es sich um eine Satire, in der sich Tiere wie Menschen verhalten und auch buddhistische Riten karikiert werden. Im 13. Jahrhundert begann man, Tempelwände mit Zeichnungen von Tieren und vom Leben nach dem Tod zu bemalen. Diese Darstellungsform wurde im 16. Jahrhundert auf Holzschnitte übertragen, wobei auch Zeichnungen aus dem Alltagsleben bis hin zu erotischen Bildern hinzukamen.
Ab dem späten 17. Jahrhundert entstanden Ukiyo-e genannte Holzschnittbilder, die das unbeschwerte Leben bis hin zu sexuellen Ausschweifungen zum Inhalt hatten und rasch massenhafte Verbreitung fanden. Der Begriff ‚Manga‘, dessen eigentlicher Urheber unbekannt ist, wurde vom Ukiyo-e-Meister Katsushika Hokusai (1760–1849) populär gemacht. Die Hokusai-Manga sind Skizzen, die in insgesamt 15 Bänden veröffentlicht wurden und keine zusammenhängende Geschichte erzählen, sondern Momentaufnahmen der japanischen Gesellschaft und Kultur während der späten Edo-Zeit (1603–1868) darstellen.
Im frühen 18. Jahrhundert entstanden die nach dem Mönch Sōjō Toba benannten, so genannten Toba-e: Bücher, in denen schwarz-weiße Holzschnittdrucke mit integriertem Text fortlaufende Geschichten bildeten und die hauptsächlich satirischen oder lustigen Inhalt hatten. Im 19. Jahrhundert waren Toba-e die beliebteste Lektüre in Japan.
Nach Beendigung der Abschließung Japans und der zunehmenden Öffnung nach außen gewann in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts das westliche Verlagswesen an Einfluss. Neben neuen, verbesserten Drucktechniken ließ man sich vom Stil europäischer Karikaturen inspirieren, zu dessen Verbreitung in Japan die Satiremagazine The Japan Punch (1862–1887, gegründet von Charles Wirgman) und Tôbaé (ab 1887, gegründet von Georges Bigot) beitrugen, sowie von den in den USA neu entstehenden comic strips von Zeichnern wie Richard Outcault und Rudolph Dirks. Als erster Vorläufer von Manga in heutigem Sinne gilt die 1902 von Rakuten Kitazawa (1876–1955) gezeichnete Geschichte Tagosakus und Mokubes Besichtigung von Tokio. Kitazawa, der den Begriff ‚Manga‘ in seiner modernen Bedeutung populär machte, gründete auch 1905 das Satiremagazin Tōkyō Puck – benannt nach dem britischen (später amerikanischen) Satiremagazin Puck – und 1932 die erste japanische Schule für Karikaturisten.
Trotz zunehmender Einschränkungsversuche durch die japanische Regierung konnten sich solche grafischen Veröffentlichungen in Japan bis zum Zweiten Weltkrieg halten. Im Zweiten Weltkrieg initiierte die japanische Regierung nach der Auflösung vieler Manga-Zeichnergruppen 1940 die staatliche Dachorganisation Shin Nippon Mangaka Kyōkai („Neue Vereinigung der Manga-Zeichner Japans“), und Manga wurden gezielt als Kriegspropaganda eingesetzt.
Schon bald nach dem Krieg gründeten sich zahlreiche neue Kleinverlage. Der einflussreichste Wegbereiter des modernen Manga war der Arzt Osamu Tezuka (1928–1989), der nebenher als Zeichner für einen dieser Kleinverlage arbeitete. Beeinflusst vom Stil der frühen Disney-Zeichentrickfilme und von expressionistischen deutschen und französischen Filmen, gab er Anfang der 1950er-Jahre seinen Beruf auf und entwickelte nicht nur die Grundlagen des heutigen Manga-Stils, sondern auch die Basis für die moderne Anime-Industrie. Eines seiner weltweit bekanntesten Werke ist Tetsuwan Atomu (englisch Astro Boy), im deutschsprachigen Raum ist er jedoch eher durch seine Fernsehserie Kimba, der weiße Löwe bekannt. Von den japanischen Fans hat Tezuka für seine Verdienste den Ehrentitel Manga no Kamisama (‚Gott des Manga‘) verliehen bekommen.
Bedeutung in Japan
Mit der Zeit haben sich bei Manga Untergruppen für nahezu jede Zielgruppe herausgebildet, unterteilt z. B. nach Alter (von Kleinkind-Manga bis zu Silver Manga für Senioren), sexueller Orientierung (z. B. Hentai, Yuri und Yaoi) oder Hobbys und Fachgebieten (z. B. Manga, die Jugendlichen traditionelle japanische Kultur wie Kalligrafie und Teezeremonie nahe bringen, oder Jidai-geki, die sich mit japanischer Geschichte beschäftigen). Bei Manga für Jugendliche wird zwischen Themen für Mädchen (Shōjo) und für Jungen (Shōnen) unterschieden, bei Manga für Erwachsene zwischen Themen für Frauen (Josei) und für Männer (Seinen). Der Übergang ist dabei oft fließend, und außerhalb Japans sind diese Abgrenzungen weniger scharf.
Parallel zu den hauptsächlich für den kommerziellen Markt produzierten Manga entwickelten sich kurz nach dem Zweiten Weltkrieg so genannte alternative Manga, für die der Zeichner Yoshihiro Tatsumi Ende der 1950er-Jahre den Begriff Gekiga prägte. Diese eigenständige Bewegung, die sich eher an eine erwachsene Leserschaft richtete, ermöglichte Künstlern im Vergleich zu den jeweils vorherrschenden Trends größere Freiheiten in Ausdruck und Stil. Als jedoch auch die großen Manga-Verlage mit der Veröffentlichung alternativer Magazine begannen und Gekiga-Serien wie z. B. Golgo 13 sich zu neuen Trendsettern im kommerziellen Bereich entwickelten, ging die Gekiga-Bewegung größtenteils in den „Mainstream-Manga“ auf.
Als Dōjinshi bzw. Dōjin bezeichnet man von Fans gezeichnete inoffizielle Fortsetzungen oder Alternativgeschichten zu bekannten Anime bzw. Manga oder Spielen. In Japan werden sie oft von spezialisierten Kleinverlagen oder in Eigeninitiative veröffentlicht. Der zwei Mal jährlich in Tokio stattfindende Comic Market (auch ‚Comiket‘ genannt) ist nicht nur die größte Dōjin-Messe Japans, sondern mit über 40.000 Ausstellern und über 450.000 Besuchern sogar die größte Comic-Veranstaltung der Welt.
Im Herbst 2000 erkannte die japanische Regierung Manga und Anime offiziell als eigenständige, förderungswürdige Kunstform an.
Manga international
Manga können laut Andreas Platthaus im Westen den Ruhm für sich in Anspruch nehmen, Comics (die zuvor eher an den Interessen männlicher Leser ausgerichtet waren) erstmals auch bei Mädchen und jungen Frauen beliebt gemacht zu haben. In Japan selbst ist dies nichts Ungewöhnliches, da dort spätestens seit den 1970er-Jahren auch gezielt Manga für Frauen produziert werden. Speziell im deutschsprachigen Raum hat dies aber mittlerweile sogar zu der weltweit einmaligen Auswirkung geführt, dass Manga überwiegend von weiblichen Lesern konsumiert werden.
Manga in den USA
Der erste in den USA veröffentlichte Manga war Barfuß durch Hiroshima, der 1978 von einer in San Francisco und Tokio tätigen Fan-Übersetzergruppe privat verlegt, aber nach kurzer Zeit wieder eingestellt wurde. Größere Verbreitung fanden bald darauf zwei Kurzgeschichten von Shinobu Kaze: Seine zehnseitige Geschichte Violence Becomes Tranquility erschien im März 1980 im Comicmagazin „Heavy Metal“, und die sechsseitige Geschichte Heart And Steel im Februar 1982 im Magazin „epic“. Im Dezember 1982 unternahm Educomics den Versuch, Barfuß durch Hiroshima unter dem Titel I Saw It erneut herauszubringen. In dem von Art Spiegelman herausgegebenen Avantgarde-Magazin RAW wurden im Mai 1985 mehrere Kurzgeschichten von Zeichnern des japanischen Magazins Garo veröffentlicht. Ab Mai 1987 erschien bei First Comics die Manga-Serie Lone Wolf & Cub, deren erste Bände aufgrund des großen Verkaufserfolges bereits nach kurzer Zeit nachgedruckt werden mussten. Noch im gleichen Jahr brachte Eclipse Comics die Manga-Serien Kamui, Mai the Psychic Girl und Area 88 als zweiwöchentlich erscheinende Comichefte heraus. Im Jahr 1988 folgte Marvel Comics mit der Veröffentlichung von Akira, das zu einem Wegbereiter der weltweiten Manga- und Anime-Verbreitung wurde.
Die ersten Manga in den USA waren zur Anpassung an die übrigen Comicpublikationen auf Albenformat vergrößert und auf westliche Leserichtung gespiegelt worden. In dieser Phase waren die meisten Manga-Figuren daher scheinbar Linkshänder, und japanische Schriftzeichen auf Schildern und Plakaten wurden seitenverkehrt abgedruckt. Als erster Manga-Band in original japanischer Leserichtung in den USA erschien zwar bereits 1989 Panorama of Hell bei Blast Books, doch erst der Tokyopop-Verlag brachte ab 2002 Manga-Serien konsequent ungespiegelt heraus.
Im Jahr 2005 betrug der Umsatz des nordamerikanischen Manga-Marktes etwa 125 bis 145 Millionen Euro, und unter den 100 meistverkauften Comicbänden in den USA waren 80 Manga-Bände.
Manga in Europa
Die ersten Manga in Europa erschienen von Ende 1969 bis Ende 1971 in Fortsetzungskapiteln in einem französischen Kampfsportmagazin.
Der erste auf Spanisch veröffentlichte Manga war die Gekiga-Kurzgeschichte Good-Bye von Yoshihiro Tatsumi im Jahr 1980 in Ausgabe Nr. 5 der Underground-Comiczeitschrift „El Víbora“, die Zeitschrift veröffentlichte im Laufe der nächsten Jahre weitere Geschichten dieses Zeichners. Als erste Manga-Serie auf Spanisch erschien ab 1984 Candy Candy Corazón.
1990 begann Glénat mit der französischsprachigen Veröffentlichung von Akira. Der Manga-Anteil am französischen Comicmarkt stieg von 10 % im Jahr 2001 auf 22 % im Jahr 2006.
Der Manga-Markt in Großbritannien entwickelte sich später als in den meisten übrigen europäischen Ländern. Während im Jahr 2001 etwa 100.000 Manga-Bände mit einem Gesamtumsatz von umgerechnet 2 Millionen Euro verkauft wurden, waren es im Jahr 2005 knapp 600.000 Manga-Bände mit einem Gesamtumsatz von umgerechnet 7,6 Millionen Euro. Die meisten Manga in Großbritannien werden aus den USA eingeführt, der erste britische Manga-Verlag wurde im August 2005 gegründet.
Manga in Deutschland
Die ersten in Deutschland veröffentlichten Manga waren die Einzelbände Barfuß durch Hiroshima – Eine Bildergeschichte gegen den Krieg von Keiji Nakazawa (Rowohlt Verlag 1982; ausführlichere Fassung vom Carlsen Verlag 2004), Heine in Japan von Keiko Ogata (Verlag der Goethe-Handlung Düsseldorf 1988) und Japan GmbH von Shōtarō Ishinomori (Verlag Norman Rentrop 1989), sowie ein Kapitel der Serie Kozure Ōkami unter dem Titel Der Wolf und sein Junges in der Comic-Anthologie „Macao“ (Borchert & Querengässer 1989; ausführlichere Fassung vom Carlsen Verlag 1996–1997, vollständige Fassung von Planet Manga seit 2003).
Während sich in anderen europäischen Ländern wie Italien und Spanien seit Mitte der 1980er-Jahre ein rasch größer werdender Manga-Markt bildete, etablierte sich das Genre in Deutschland ab den 1990er-Jahren dauerhaft. Die erste vollständig auf Deutsch erscheinende Serie war ab 1991 Akira, und die Manga wurden zunächst nach amerikanischem und französischem Vorbild auf „westliche“ Leserichtung gespiegelt, auf Albenformat vergrößert und auf mehr Bände aufgeteilt. Die erste in original japanischer Leserichtung belassene deutschsprachige Veröffentlichung, die dreibändige Serie Genji Monogatari Asakiyumemishi, erschien 1992 im Okawa-Verlag, der endgültige Durchbruch für ungespiegelte Manga kam Ende 1996 mit der Serie Dragonball des Carlsen-Verlags.
Mittlerweile erscheinen allein bei den größten deutschen Manga-Verlagen Carlsen Comics, Egmont Manga und Anime (EMA), Tokyopop, Planet Manga (Manga-Label von Panini Comics) und Heyne jährlich über 800 Manga-Bände. Beim Carlsen-Verlag wird außerdem das monatlich erscheinende Manga-Magazin Daisuki veröffentlicht. Nicht alle deutschen Manga-Projekte sind jedoch erfolgreich: So mussten beispielsweise die Manga-Magazine Manga Power und Manga Twister von EMA wegen unzureichender Verkaufszahlen und BANZAI! von Carlsen wegen Lizenzproblemen wieder eingestellt werden.
Die Entwicklung des Manga-Booms in Deutschland lässt sich zum Beispiel an den Umsatzzahlen des Carlsen-Verlags ablesen: Während der Verlag 1995 Manga für knapp 400.000 Euro verkaufte, lag sein Manga-Umsatz im Jahr 2000 bei über vier Millionen Euro und im Jahr 2002 bei über 16 Millionen Euro.
Im Jahr 2005 lag der Manga-Bruttoumsatz in Deutschland bei 70 Millionen Euro. Mit einem Zuwachs von 6,9 % war der Manga-Sektor 2005 der am stärksten wachsende Bereich des deutschen Buchmarktes, dessen Gesamtwachstum bei weniger als 1 % lag. Im Jahr 2005 war Egmont Manga und Anime (EMA) mit einem Jahresumsatz von 15 Millionen Euro Marktführer, im Jahr 2006 lag laut GfK-Angaben Carlsen Comics mit einem Marktanteil von 41 % knapp vor EMA (38 %).
Seit der Jahrtausendwende haben Manga auf etablierten deutschen Literaturveranstaltungen wie der Frankfurter Buchmesse und der Leipziger Buchmesse eigene Messebereiche. Seit einigen Jahren gibt es auch deutsche Manga-Auszeichnungen, wie die Kategorien „Manga/Manhwa international“ und „Manga-Eigenpublikation (national)“ des seit 2004 bestehenden Sondermann-Preises der Frankfurter Buchmesse und die 2006 und 2008 kurzzeitig eingeführte Kategorie „Bester Manga“ des Max-und-Moritz-Preises des Comic-Salons Erlangen. Außerdem werden offizielle Manga-Zeichenwettbewerbe initiiert, mit denen gezielt deutsche Nachwuchstalente gefördert werden sollen, wie etwa „Comics in Leipzig“ von der Buchmesse Leipzig oder „MangaMagie“ von den Bahnhofsbuchhandlungen Ludwig. Dabei hat sich gezeigt, dass der überwiegende Anteil deutschsprachiger Mangastil-Zeichner Mädchen und Frauen sind.
 

 
Amateure  
Anal  
Asia  
Behaart  
Besoffen  
Bisexuell  
Black Sex  
Blasen  
Cumshots  
Dicke  
Fetisch  
Fisting  
Flatratesex  
Fussfetisch  
GangBangs  
Gays  
Gyno  
Hardcore  
Huren  
Interracial  
Kontakte  
Lack & Leder  
Latinas  
Lesben  
Livecams  
Natursekt  
Panty  
Rasiert  
Reality  
Reife Frauen  
Schwanger  
Schwanz gross  
Shops  
Teens  
Titten gross  
Toons  
Transen  
Traumfrauen  
Voyeur