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Blümchensex
Blümchensex, auch Gänseblümchensex oder Teensex genannt, ist ein Begriff aus der Alltagssprache. Er bezeichnet eine sanfte, auf Zärtlichkeit ausgerichtete Sexualität, die sowohl Petting als auch – wenn auch nicht zwingend – Geschlechtsverkehr umfasst. Im Vordergrund steht die Romantik, auf besondere Experimente wird dabei verzichtet. Oft wird er auch als Kuschelsex bezeichnet. Als Antonyme werden beispielsweise Hardcore-Sex, „Wilde Nummer“ oder auch BDSM verwendet. Gegenüber letzterem wird auch Vanilla als Synonym für Blümchensex verwendet.
Manche empfinden Blümchensex als eintönig, langweilig und langwierig, besonders wenn es keine Abwechslung gibt. Manchmal wird der Begriff mit einer negativen Konnotation verwendet, dazu finden sich beispielsweise in Kontaktanzeigen entsprechende Wendungen. Manche versuchen es auch explizit als eine Art Schimpfwort zu benutzten. Blümchensex wird manchmal mit weiblicher Sexualität in Verbindung gebracht.
Einige BDSM-Liebhaber verwenden es als Kampfbegriff in der Auseinandersetzung mit aus ihrer Sicht radikalen Feministinnen, welche aggressions- und gewaltfreien Sex als Leitbild propagieren. Besonders unter Lesben gab es immer wieder große Auseinandersetzungen. (→Sex-positive feminism) In der Lesbenszene gibt es im Begriffskonglomerat der „Bindestrich-Lesben“ die SM-Lesben und als Antonym die aus dem Englischen stammenden Vanilla-Lesben oder eingedeutscht Blümchen-Lesbe. Besonders aus der Sicht der BDSM-Anhänger gibt es auch die Synonyme Kuschelsex, Hausfrauensex, 08/15-Sex und Klassik-Sex.

Woher kommt der Begriff Blümchensex?
Blümchensex haben oft junge und unerfahrene Paare. Gemeint ist ein vorsichtiges, forschendes und zartes Liebesspiel, meist ohne Geschlechts- verkehr. Über die Herkunft des Aus- drucks gibt's verschiedene Theorien:
Die eine Erklärung: Das Wort leitet sich von dem Begriff Blümchenkaffee ab. So bezeichnete man früher einen sehr dünnen Kaffee, durch den man tatsächlich die Blümchen auf dem Boden der Porzellantasse erkennen konnte.
Die andere Erklärung: Blümchen verkörpern meist etwas Süßes, Niedliches und Verspieltes - eben das, was beim Blümchensex passiert.

Pubertät
Unter Pubertät (von lat. pubertas, „Geschlechtsreife“) versteht man etwa seit dem 16. Jahrhundert den Teil der Adoleszenz, in welchem der entwicklungsphysiologische Verlauf der Geschlechtsreifung als Ziel die „Geschlechtreife“ im Sinne von Fortpflanzungsfähigkeit erreicht und im weiteren Verlauf auch zu einem ausgewachsenen Körper führt. Dieser Abschnitt des Lebens beginnt, wenn die Hirnanhangdrüse ein hormonelles Signal an den Körper sendet, in bestimmten Organen verstärkt Geschlechtshormone herzustellen und ebenfalls in das Blut auszuschütten. Bei Jungen ist es in erster Linie das Testosteron, bei Mädchen das Östrogen. Im Normalfall wird die Pubertät bei Mädchen zwischen dem zehnten und 18. Lebensjahr und bei Jungen zwischen dem zwölften und 20. Lebensjahr durchlaufen. In dieser Zeitspanne kommt es unter der deutlich erhöhten Konzentration der Geschlechtshormone dann bei beiden Geschlechtern zur vollständigen Ausprägung der sekundären Geschlechtsmerkmale, wie etwa der geschlechtsspezifischen Körperbehaarung. Bei Mädchen beginnt in der Pubertät die Menstruation (Menarche) und kurz danach die Bildung von befruchtungsfähigen Eizellen (Ovulation) in den Eierstöcken, bei den Jungen die Spermienproduktion in den Hoden (Spermarche). Der Beginn und der Verlauf der Pubertät werden nach neuesten Kenntnissen in erster Linie genetisch gesteuert, wobei den Pubertätsgenen KiSS1 und KiSS1R (ehemals GPR 54) eine besondere Bedeutung zukommt.
Während man früher annahm, dass sich die Sexualität des Menschen erst mit der Pubertät entwickelt, gilt es heute als anerkannt, dass der Mensch schon als Kind sexuelle Regungen hat (siehe auch: Infantile Sexualität).
Frühentwickler und Spätentwickler
Wie schon bei den biologischen Aspekten erwähnt, gibt es Faktoren, die einen Beginn der Pubertät beschleunigen oder verzögern. Dies hat natürlich auch emotionale Auswirkungen auf die Heranwachsenden. Dies ist bei Jungen und Mädchen gegensätzlich. Ausschlaggebend ist einerseits, wie stark der Körper des/der Heranwachsenden dem kulturellen Ideal entspricht, andererseits, wie gut sie zu ihren Gleichaltrigen passen.
Jungen Sich früh entwickelnde Jungen werden von Erwachsenen meistens als entspannt, unabhängig und selbstbewusst angesehen. Die gesteigerte körperliche Leistungsfähigkeit trägt außerdem dazu bei, dass früh entwickelte Jungen Führungspositionen unter Gleichaltrigen einnehmen. Spät entwickelnde Jungen sind dagegen häufig unbeliebt, da sie als kindisch und noch "nicht so weit" (entwickelt) angesehen werden, weshalb es ihnen an Selbstbewusstsein und Durchsetzungsvermögen fehlt. In Studien wurden sie von Erwachsenen als ängstlich, nervend und schwatzhaft bezeichnet.
Bei der Befragung der Jungen selbst stellte sich heraus, dass sich die früh entwickelnden Jungen während der Pubertät weniger wohl fühlten als die sich spät entwickelnden. Zu erklären ist dies sicher damit, dass sich die spät entwickelnden, kindlicheren Jungen (noch) weniger oder keine Gedanken um ihre Sexualität und ihre neue Geschlechterrolle machen.
Mädchen Bei den Mädchen haben sich früh entwickelnde Mädchen selten Führungspositionen unter Gleichaltrigen inne. Sie sind häufiger in abweichendes Verhalten verwickelt und in der Schule schlechter. Sie haben weniger Selbstvertrauen und sind ängstlicher. Sich spät entwickelnde Mädchen erleben das Gegenteil. Sie werden als körperlich attraktiv, lebendig, sozial und führend in der Schule angesehen.

Weibliche Pubertät
Bei Mädchen beginnt die Pubertät heutzutage durchschnittlich im 10. Lebensjahr. Somit sind sie im Vergleich zu den heranwachsenden Jungmännern etwa ein bis zwei Jahre zeitiger dran. Den "Startschuss" zum Einsetzen der Geschlechtsreife geben die Hormone. In Gehirnzentren werden zu Beginn der Pubertät stimulierende Hormone - so genannte Gonadotropin-Releasing-Hormone - freigesetzt. Die Hirnanhangsdrüse wird dadurch veranlasst, das Follikel stimulierende Hormon (FSH) und Luteotropes Hormon (LH) auszuschütten, was in weiterer Folge die Eierstöcke zum Wachstum anregt.
Das Wachstum
Allgemein geht der Pubertät ein Wachstumsschub im Alter von 8 bis 12 Jahren voraus. Nach der ersten Monatsblutung wachsen Mädchen noch rund 6 Zentimeter. Entsprechend dem unterschiedlichen Körperbau weisen Mädchen im Alter von 16 Jahren doppelt so viel Fettgewebe wie Knaben auf. Dies macht sich etwa durch rundlicher werdende Hüften bemerkbar - das Becken nimmt weiblichere Formen an.
Weiters kommt es zu einer ausgeprägteren Wölbung des Schamhügels. Die Scheide verändert sich, die Scheidenwand wird etwas dicker. Das sind die ersten Veränderungen, in weiterer Folge kommt es zum Wachstum der Gebärmutter. Ist dieses abgeschlossen, findet meist die erste Ei-Reifung im Eierstock (Ovar) statt.
Brustentwicklung
Zu Beginn der Pubertät verändert sich zunächst die Brust. Mit 10 bis 13 Jahren wächst der Drüsenkörper. Diese Entwicklung hat Prof. James Tanner 1969 durch eine Stadieneinteilung schematisiert: Zunächst entsteht eine Knospenbrust. Der Warzenhof vergrößert sich, der Drüsenkörper wird größer als der Warzenvorhof, wodurch die erste Wölbung entsteht. Bis zum 16. Lebensjahr nimmt dann die Rundung der Brust weiter zu. Im Verlauf färbt sich der Warzenhof durch vermehrte Pigmentierung immer dunkler. Mit 16 Jahren ist die Brust in der Regel ausgereift. Bei manchen Mädchen kann die Reifung allerdings früher bzw. auch etwas später erfolgen. Hier gibt es naturgemäß individuelle Unterschiede, daher sind diesbezügliche Altersangaben immer als Durchschnittswerte zu verstehen. Auch kann die Form der Brüste unterschiedlich sein beziehungsweise deren Wachstum asymmetrisch erfolgen, so dass eine Brust größer als die andere ist.
Schambehaarung
Etwas später als die Brust, mit etwa 10 bis 12 Jahren, entwickelt sich durch die zunehmende Bildung und Wirkung von Androgen die Schambehaarung. Zunächst kommt es zur Behaarung der großen Schamlippen.
Die erste Monatsblutung
Im Alter von 11 bis 13 Jahren setzt bei den meisten Mädchen die erste Regelblutung (Menarche) ein. Die Menarche ist definiert als die erste hormonell gesteuerte Blutung. Anfänglich ist das Hormonsystem noch recht labil, weshalb die Blutungen sehr unregelmäßig sein können. Oft reift zwar ein Ei heran, es erfolgt aber kein Eisprung (Anovulation). In diesem Fall kann auch die Abbruchblutung ausbleiben. "Abbruch" hat in diesem Zusammenhang nichts mit Schwangerschaft zu tun, sondern bedeutet, dass durch den Abfall der Hormonspiegel im Blut die Gebärmutterschleimhaut abgebaut wird und schließlich der Rest "abbluten" kann. Ohne dass eine krankhafte Ursache dahinter stecken muss, kann es auch vorkommen, dass die Menstruation im Anschluss an die Menarche nicht regelmäßig erfolgt, sondern auch mehrere Monate auf sich warten lässt.
Kommt es bis zum 16. Lebensjahr nicht zur ersten Menstruationsblutung, ist es empfehlenswert, sich frauenärztlich untersuchen zu lassen.

Männliche Pubertät
Bei den meisten Jungen setzt die Pubertät zwischen dem 12. und dem 15. Lebensjahr ein - somit sind die heranwachsenden Jungmänner im Vergleich zu den Mädchen etwa ein bis zwei Jahre später dran. Den "Startschuss" zum Einsetzen der Geschlechtsreife geben die Hormone. In Gehirnzentren werden zu Beginn der Pubertät stimulierende Hormone - so genannte Gonadotropin-Releasing-Hormone - freigesetzt. Die Hirnanhangsdrüse wird dadurch veranlasst, das Follikel stimulierende Hormon (FSH) und Luteotropes Hormon (LH) auszuschütten, was in weiterer Folge die Hoden zum Wachstum anregt. Als abgeschlossen kann man die Pubertät bei den Burschen mit etwa 18 bis 22 Jahren bezeichnen, bei Mädchen ist dies meist zwei Jahre früher der Fall.

Wann ist mit welchen körperlichen Veränderungen zu rechnen?
Hodenwachstum: 11. Lebensjahr (Normalbereich: 9-14 J.)
Schambehaarung: 13. Lebensjahr (Normalbereich: 10-15 J.)
Achselbehaarung: ca. 12.-13. Lebensjahr
Oberlippenflaum und Stimmbruch: 13.-15. Lebensjahr
Peniswachstum: 14. Lebensjahr (Normalbereich: 10-15 J.)
Wachstumsschub: 13. Lebensjahr (Normalbereich: 11-14 J.)
Ende des Längenwachstums: 17. Lebensjahr (Normalbereich: 15-21 J.)
Reife Samenzellen: 15.-16. Lebensjahr
Nächtlicher Samenerguss: 14.-17. Lebensjahr
Akne (nicht zwingend): ca. 16.-17. Lebensjahr

Penis- und Hodenwachstum
Ab dem 10. bis 11. Lebensjahr beginnen die Hoden und der Penis zu wachsen. Der maximale Längenschub beim Penis findet um das 16. Lebensjahr herum statt. Unter dem Einfluss des männlichen Sexualhormons Testosteron entwickelt sich die Muskulatur, weiters kommt es zu Scham- und Achselbehaarung sowie Bartwuchs.
Stimmbruch
Abhängig von den Hormonspiegeln wird der Schildknorpel (Adamsapfel) des Kehlkopfes zum Wachstum angeregt. Dies erfolgt meist um das 14. Lebensjahr. Die Stimmlippen wachsen um rund zehn Millimeter. Die kindlich hohe Stimme des Jungen verändert sich allmählich zur tieferen, männlichen Stimme. Weil diese Entwicklung des Kehlkopfes nicht von heute auf morgen ihren Abschluss findet, kommt es immer wieder zu Schwankungen der Stimme. Das daraus resultierende "Krächzen" ist normal und für den Stimmbruch charakteristisch.
Brustveränderungen
Auch beim Jungen kann es unter dem Einfluss der Geschlechtshormone zu einer - meist vorübergehenden - Entwicklung der Brustdrüse kommen, zur so genannten Pubertätsgynäkomastie. Diese kann ein- oder beidseitig auftreten und ist völlig harmlos. Im Fall, dass sich die Brustdrüsenschwellung jedoch nicht zurückbildet, sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen.
Der nächtliche Samenerguss
Während der Hodenentwicklung entstehen unter dem Einfluss von FSH und LH die Samenzellen. Ungefähr mit 14 Jahren - die Schwankungen reichen allerdings von 11 bis 17 - erfolgt die erste Absonderung von Samenzellen. Dies geschieht zunächst unbewusst während des Schlafes - daher der Ausdruck "feuchte Träume". Meist sind diese nächtlichen Traumerlebnisse sexuellen Inhalts. Nächtliche Samenergüsse sind ein deutliches Zeichen dafür, dass man körperlich langsam zum Mann wird. Keinesfalls braucht man sich dafür zu schämen! Ab dem Zeitpunkt des ersten Samenergusses ist man prinzipiell zeugungsfähig.
Körperwachstum
Die Pubertät bringt in einem Zeitraum von zwei bis vier Jahren einen deutlichen Wachstumsschub mit sich. In dieser Entwicklungsphase nehmen die Knochen auch an Dichte zu: Bei Mädchen etwa bis zum 17. Lebensjahr, bei den Knaben bis Anfang 20. Der stärkste Wachstumsschub erfolgt - rund zwei Jahre später als bei den Mädchen - mit etwa 14 Jahren. Zwischen 10 und 17 Jahren kommt es zu einer Verdoppelung der Muskelmasse, zwischen 12 und 16 trifft dies auch auf die Knochenmasse zu.

Immer früher reif
Die Jugendlichen in Deutschland kommen immer früher in die Pubertät. Dieser Trend, der bereits seit 140 Jahren von Sexualwissenschaftlern beobachtet wird, sei in den vergangenen Jahren keineswegs zum Stillstand gekommen. Darauf weist der Landauer Sexualwissenschaftler Norbert Kluge hin und widerspricht damit entsprechenden gegenteiligen Aussagen von Beratern und Mitarbeitern von Hilfseinrichtungen.
Lag das Durchschnittsalter bei Mädchen zum Zeitpunkt der ersten Periode in Deutschland im Jahr 1860 noch bei 16,6 Jahren, verschob sich dieses Alter in den folgenden Jahren kontinuierlich nach vorn: 1920 lag es bei 14,6 Jahren, 1950 bei 13,1 Jahren und 1980 bei 12,5 Jahren. Für 1994 konnten Wissenschaftler ein Durchschnittsalter von 12,2 Jahren ermitteln. Kluge hat hochgerechnet, dass die Mädchen im Jahr 2010 im Durchschnitt bereits im zehnten oder elften Lebensjahr zum ersten Mal ihre Tage bekommen werden.
Einen ähnlichen Trend beobachten Wissenschaftler auch bei der Geschlechtsreife von Jungen. So lag das Alter zum Zeitpunkt des ersten Samenergusses 1994 bei 12,6 Jahren, während es 1980 noch bei 14,2 Jahren gelegen hatte. Die Zahlen belegen auch, dass der Entwicklungsunterschied zwischen Jungen und Mädchen im Lauf der Zeit immer geringer geworden ist: Inzwischen liegen zwischen der Geschlechtsreife von Jungen und Mädchen im Durchschnitt nur noch wenige Monate.
Die Ursachen für die Entwicklung sehen die Wissenschaftler in der sich langfristig stetig verbesserten Ernährungslage und dem immer besseren Gesundheitszustand der Bevölkerung. Beides führe dazu, dass Jugendliche immer früher an Gewicht zulegen und ihre endgültige Körpergröße erreichen. Damit beginne auch die Pubertät früher.
"Im Ernährungsbewusstsein hat sich in den vergangenen Jahrzehnten manches getan – gerade in der weiblichen Bevölkerung", erklärt Kluge im Gespräch mit wissenschaft.de. Eine Fortsetzung des Trends zu immer früher einsetzenden Geschlechtsreife sieht der Sexualwissenschaftler jedoch auch in der zunehmenden Fast-Food-Mentalität begründet. So wird Übergewicht immer häufiger bei Kindern. Je mehr Körperfett jedoch in einem weiblichen Körper vorhanden ist, desto eher setzt die erste Regelblutung ein, erklärt Kluge.
 

 
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