Hardcore - Pornofilme - Pornografie - Pornografische Filme

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Hardcore - Pornofilme - Pornografie - Pornografische Filme - Reality - Amateur - Bukkake - Gangbang - Golden Shower - Voyeur - Deep Throat - Teen Sex - Rape Fantasy - Hardcore-Szenezurück

Pornofilm
Ein Pornofilm ist die audiovisuelle Realisation der Pornografie (vom griechischen porne ‚Hure‘, graphein ‚schreiben‘) im Medium Film. Pornografie wird oft definiert als unmittelbare und deutliche Darstellung menschlicher Sexualität und primärer Geschlechtsorgane, die die sexuelle Stimulierung des Konsumenten zum Ziel hat.
In der kunst- und filmwissenschaftlichen Auseinandersetzung ist dieser Definitionsversuch umstritten, wenngleich beispielsweise die Rechtswissenschaft unbedingt auf diese Definition angewiesen zu sein scheint. Die Abgrenzung zu Genrebegriffen wie Softporno, Erotikfilm oder Sexfilm läuft ebenfalls über das Kriterium der Unmittelbarkeit und Deutlichkeit. Trotz allem sind die Genreübergänge fließend und nicht trennscharf zu ziehen.
Pornografische Filme sind in Deutschland seit 1975 nicht mehr strafrechtlich verboten. Sie unterliegen jedoch bestimmten Jugendschutz-rechtlichen Bestimmungen, die zum Beispiel die Bewerbung und den Verkauf reglementieren. Nach der derzeitigen Rechtslage schreibt der § 15 (2) JuSchG vor, dass pornografische Filme genau so wie indizierte Filme zu behandeln sind.

Genres
Wie auch bei anderen Filmen gibt es bei Pornofilmen eine ganze Reihe verschiedener Produktionsarten:
Spielfilme:
Meist eine einfache Geschichte, in der jede Gelegenheit zu sexuellen Darstellungen genutzt wird. Oft auch als Features bezeichnet.
Reality-Filme:
Scheinbar aus dem Leben gegriffene Szenen, bei denen Einzelpersonen oder Paare auf der Straße oder an einem anderen Ort angesprochen und zu sexuellen Handlungen vor der (zum Teil angeblich versteckten) Kamera verführt werden.
Nummern-Filme:
Die Porno-Variante des Episodenfilms: Eine Szene nach der anderen, in der nur sexuelle Handlungen gezeigt werden. Bei diesen Filmen wird komplett auf Rahmenhandlung verzichtet. Oft sind die Szenen aus verschiedenen anderen Filmen zusammengeschnitten worden. Nummern-Filme sind häufig auch Zusammenstellungen bestimmter Sexualpraktiken, oft auch als Vignettes bezeichnet.
Adaptionen großer Publikumserfolge des kulturellen Mainstreams:
Wenn etwa aus Alice im Wunderland eine Alice im Spermaland, aus Clockwork Orange die Clockwork Orgy und aus Terminator Sperminator wird.
Zeichentrickfilme:
Vor allem in Japan hat sich eine eigene Industrie für pornografische Trickfilme entwickelt. Außerhalb Japans werden Comics und Animationen im Manga- bzw. Anime-Stil, in denen sexuelle Handlungen dargestellt werden, als Hentai (japanisch für „Transformation“ bzw. „Abweichung“) bezeichnet. Hentai reicht von Softsex-Darstellungen bis zu sehr brutaler, harter Pornografie.
Gonzo:
Meist Pornofilme ohne Handlung, die nur aus Sexszenen bestehen. Die Besonderheit von Gonzos ist, dass der Kameramann bzw. Regisseur nicht als neutraler Beobachter agiert, sondern für den Zuschauer ersichtlich in das Geschehen eingreift – indem er z. B. Anweisungen gibt, Dialoge mit den Darstellern führt oder selbst an sexuellen Handlungen teilnimmt und damit also auch zum Darsteller wird. Dieses Genre wurde von John Stagliano erfunden. Eine Unterart hiervon sind die so genannten P.O.V.-Filme („Point of View“), in denen die Kameraführung aus der Position eines (meist) männlichen Darstellers erfolgt und dem Zuschauer eine aktive Teilnahme suggeriert. Eine Gonzodarstellerin ist in der Pornobranche der Gegensatz zu den Glamour-Pornosternchen. Vertreterinnen dieses Genres verfügen meist nicht über das perfekte Modelaussehen, sondern setzen stattdessen auf Natürlichkeit und Ausstrahlung.
Artcore:
Filme, die man eigentlich auch durchaus den Vignettes bis hin zu den Features zurechnen könnte. Sie zeichnen sich jedoch durch besonderes Augenmerk auf Kameraführung, besondere Schnitttechniken, Verwendung von Zeitlupe und Farbverfremdungen aus. Die markantesten Vertreter dieses Genres sind Andrew Blake, Michael Ninn, Christophe Mourthe und Philip Mond.

Sub-Genres
Die folgende Liste ist weit davon entfernt, umfassend zu sein, da viele verschiedene Arten von Pornografie existieren. Pornografie für unterschiedliche sexuelle Ausrichtungen und Geschmäcker ohne einen speziellen Pornografiebezug sind nicht aufgelistet:
Amateur:
Der Produzent versucht hierbei den Eindruck zu erwecken, es handele sich um Amateuraufnahmen. Es finden sich aber nur selten wirklich privat gedrehte Aufnahmen darunter.
Bukkake:
Die Darstellerinnen werden von möglichst vielen Männern hintereinander im Gesicht und auf dem Oberkörper mit Sperma bespritzt. Geschlechtsverkehr erfolgt in diesem Genre eher nur „beiläufig“ zur Stimulation der Zuseher und Akteure.
Creampie:
Szenen, bei denen das Ejakulat aus dem Körper der Darstellerin/des Darstellers wieder herausläuft.
Gangbang:
Gruppensex mit extremer Überzahl an männlichen Teilnehmern, die abwechselnd oder gleichzeitig eine Frau/einen Mann penetrieren. Beim „Reverse Gangbang“ teilen sich viele Frauen einen Mann.
Golden Shower:
Das Urinieren von Darstellern (siehe auch Urophilie).
Voyeur oder Hidden Camera:
Pornografie, die mit versteckter Kamera aufgenommen wird. Meist wird jedoch nur vorgegeben, dass die Darsteller nichts von der Kamera wissen.
Exhibitionist/Exhi oder Nude in Public:
Nackte Zurschaustellung und sexuelle Handlungen in der Öffentlichkeit, zum Teil mit (eingeweihten) Zuschauern.
Slash Fiction:
Pornografische Geschichten über bekannte erfundene Charaktere, normalerweise Serien- und Filmcharaktere. Diese werden meist nicht zu kommerziellen Zwecken produziert und verletzen oft auch Copyrights. Häufig werden homosexuelle Handlungen beschrieben. Slash Fiction ist die einzige Form der Pornografie, die häufiger von Frauen als von Männern produziert wird.
Interactive Pornography:
Meist auf DVD veröffentlichte Filme, in denen der Zuschauer per Fernbedienung in die Handlung eingreifen kann.
Vintage Erotica:
(engl. vintage „Jahrgang, alt, hervorragend“) Meist ältere und relativ aufwändig produzierte Hardcore-Filme, z. B. im Stil der Katharina-die-Große- und Josefine-Mutzenbacher-Pornos.
Zwillings-Pornos:
Die einzige nachweisbare Form der Inzest-Pornografie. Bei so genannten „Twin“-Pornos kommt es allerdings nur selten wirklich zu sexuellem Kontakt zwischen Zwillingen.
Deep Throat:
War der Name des ersten semi-professionell gedrehten Hardcore-Films in den 1970er-Jahren. Deepthroating bezeichnet das Einführen eines Penis in Mund und Rachen, bis die Lippen an der Peniswurzel anliegen. Deep Throat ist heute auch ein gebräuchlicher Ausdruck für Pornografie, in der diese Technik gezeigt wird.
Teen Sex:
bezeichnet Hardcore-Sex, in denen die Akteure möglichst jung und unschuldig dargestellt werden. Im Gegensatz zur verbotenen Kinderpornografie sind die Darsteller aber volljährige Personen, auch wenn bewusst mit der Illusion gespielt wird, sie seien etwas jünger. Zurzeit gibt es allerdings Bestrebungen von Politikern, die eine Novellierung des § 184b StGB fordern, durch die auch derartige Filme als Kinderpornografie gewertet werden können, in denen die beteiligten Akteure nicht den sofortigen Anschein erwecken, bereits volljährig zu sein (so genannte „Scheinkinder“), selbst wenn sie es in Wirklichkeit doch sind. Alle namhaften deutschen Pornofilm-Produktionsfirmen haben sich auf Grund dieser „Scheinminderjährigkeits“-Problematik Anfang Februar 2007 dazu entschlossen, ihre Titel in Zukunft mit einem Hologramm zu kennzeichnen, das als Garantieerklärung dafür dienen soll, dass ausschließlich volljährige Personen im jeweiligen Film vor der Kamera agieren. Zudem soll diese Markierung Originale und Fälschungen deutlicher erkennbar machen.
Rape Fantasy:
Hier wird eine Vergewaltigung einer Frau oder eines Mannes durch (meistens) einen Mann gespielt. Oft auch Bezeichnung für besonders harte Sex-Darstellung.

Pornofilme für Frauen
In der Hardcore-Szene sind in den letzten Jahren einige Filme gedreht worden, die auch heterosexuelle Frauen als Konsumentengruppe ansprechen sollen. Hierbei wird, zum Teil unter weiblicher Regie, weit mehr Wert auf eine sich erst langsam aufbauende und relativ anspruchsvolle Handlung gelegt, wobei zumeist auch auf die üblichen ausführlichen Nahaufnahmen verzichtet wird und speziell die so genannten Facial-Szenen fast völlig fehlen. Für derartige Filme hat sich inzwischen der Begriff Heartcore bzw. HeartCore etabliert.
Als besonders hervorzuheben für dieses noch junge Genre gelten zum Beispiel die unter der Schirmherrschaft von Lars von Trier und seiner dänischen Firma Puzzy Power (Zentropa) gedrehten Filme Pink Prison (deutscher Magma-Titel: Hinter Gittern gevögelt), Constance (im Tabu-Love-Vertrieb; Hauptakteurin in beiden Produktionen ist die Dänin Katja Kean) und All About Anna – A HeartCore Feature. Zitat: „Auch Frauen gucken gern Menschen beim Sex zu. Was sie nicht mögen, sind endlose Nahaufnahmen von rammelnden Körperteilen ohne Geschichte dahinter. Lars von Trier verstand das als Erster und produzierte qualitativ hochwertige Frauenpornos.“
Mit PorYes wurde im Jahr 2009 ein feministisches Gütesiegel für pornografische Filme ins Leben gerufen. Dafür wurde ein detaillierter Katalog von Kriterien für feministische Pornos erarbeitet. Die Mindestanforderungen umfassen sexpositive Darstellungen weiblicher Lust, das Aufzeigen vielfältiger sexueller Ausdrucksweisen und die maßgebliche Mitwirkung von Frauen bei der Filmproduktion. Durch die Initiatorinnen des Gütesiegels wird zweijährlich der PorYes-Award, der Feministische Pornofilmpreis Europa verliehen, mit dem erstmals im Jahr 2009 in Berlin herausragende und den PorYes-Kriterien entsprechende Porno-Produktionen ausgezeichnet wurden.
 

 
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