 |
DIE
TOPSEITEN |
|
 |
 Auf
welchen Sexpraktiken, triebhaften Sexspielchen und besonderen
Fantasien Du auch immer stehst, hier werden alle Tabus gebrochen.
Deinen Fetisch kannst Du hier bestimmt finden, denn eine breite
Palette mit ausgefallenem Material steht schon bereit und befriedigt
selbst extreme Wünsche. |
 |
extremesexchannels
Extrem! Diese Seite ist nichts für schwache Nerven und sprengt den
Rahmen der Sittlichkeit. Videomaterial in beeindruckender Qualität und extreme
Sexinhalte machten diese Seite vom ersten Tag an zu einem Publikumsmagnet
von Fetischfreunden!
weiter
|
 |
oeffentlich-erniedrigt
Diese Girls stehen darauf, in der Öffentlichkeit gedemütigt zu
werden. Hier geht es einzig und alleine darum, die devoten Schlampen
richtig zu züchtigen und in der Öffentlichkeit zu erniedrigen
weiter
|
 |
girls-brutal
Wer gehört hier wohl zum starken Geschlecht? Hier haben die Mädels
die Hosen an und den harten Umschnalldildo in der Hand. Devote
Männer werden erniedrigt und gedemütigt bis auf die Knochen und zu
Ficksklaven degradiert.
weiter
|
 |
bdsm
Internationales Fetisch und BDSM-Kontaktportal für Menschen mit
einem etwas andern Lebensstil die ihresgleichen per Internet finden
wollen! Hier finden Sie unkompliziert Sexkontakte direkt in Ihrer
Region! Anonyme E-mails, Chat und Instant Messaging! Millionen
Profile mit Fotos!
weiter
|
 |
gothicorgien
Gothic - Sexy und düster zugleich. Die Szene ist weltweit
und unglaublich groß. Schwarze Kleidung, entsprechende
Musik, Kinder der Nacht und die versauten, harten und extrem
geilen Sexspiele passen eben einfach zusammen.
weiter
|
 |
bestraft
Bestraft und gezüchtigt - harter Sadomasosex für Menschen die eben mal eine
ganze Spur heftiger an die schönste Nebensache der Welt rangehen.
weiter |
 |
gefesselt
Bondage. Sie lieben das Gefühl, hilflos und ausgeliefert zu sein! Erst
wenn sie gebunden werden, erwacht ihre unersättliche Gier nach heissen
Sexspielen. Sie wollen dominiert und erniedrigt werden- denn sie denken
und fühlen es verdient zu haben!
weiter
|
 |
| |
Sexueller Fetischismus zurück
Als sexueller Fetischismus wird in der Regel eine sexuelle Devianz
verstanden, bei der ein meist unbelebter Gegenstand, der sogenannte
Fetisch, als Stimulus der sexuellen Erregung und Befriedigung dient.
Das fetischistische Verhalten unterscheidet sich individuell stark
und kann sich auf einen einzigen Gegenstand, auf mehrere Objekte,
Materialien oder auch auf Körperteile (auch solche des Partners)
beziehen. Darüber hinaus gibt es sowohl therapeutisch als auch
umgangssprachlich verschiedene Verwendungen des Begriffs, die zum
Teil stark voneinander abweichen und sich vor allem durch die Frage
unterscheiden, ob der sexuelle Fetischismus eine mit anderen
Vorlieben gleichberechtigte sexuelle Präferenz ist oder es sich
grundsätzlich um eine behandlungsbedürftige Störung des
Sexualverhaltens, eine Paraphilie, handelt. Im Rahmen der
sexualmedizinischen Diagnostik oder der Psychoanalyse wird der
sexuelle Fetischismus dann als behandlungsbedürftig verstanden, wenn
der Fetisch als vollständiger Ersatz für die partnerschaftliche
Sexualität dient, die sexuelle Befriedigung ohne Verwendung des
Fetisch erschwert ist oder unmöglich erscheint und bei dem
Betroffenen dadurch ein entsprechender Leidensdruck entsteht.
Sexueller Fetischismus ist als Teil des Formenkreises der
Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen als Störung der
Sexualpräferenz in der „Internationalen statistischen Klassifikation
der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“ (ICD) unter der
Schlüsselnummer F65.0 gelistet.
Zu den Ursachen fetischistischen Verhaltens gibt es verschiedene
Theorien, wobei keine vollumfänglich anerkannt ist. Ebenso ist wegen
der mangelnden Behandlungsbedürftigkeit des Fetischismus und der
zunehmenden gesellschaftlichen Akzeptanz sexueller Abweichungen
unbekannt, wie weit sexueller Fetischismus in der Bevölkerung
verbreitet ist. Betroffene suchen nur in seltensten Fällen
therapeutische Hilfe. Durch Überschneidungen sowohl in der sexuellen
Devianz selbst als auch durch die gemeinsame diagnostische
Einordnung des erotischen Sadomasochismus, Fetischismus und
fetischistischen Transvestitismus wird die Szene häufig der
sadomasochistischen Subkultur zugeordnet. Dieser Subkultur schließen
sich Ausübende fetischistischer Praktiken bei Aktionen und in
politischen Organisationen mitunter an.
Fetische
Prinzipiell kann jeder Gegenstand zum Fetisch werden, hiervon
ausgenommen sind Objekte, die schon von vornherein als Sexspielzeug
für den Gebrauch beim Sexualakt bestimmt sind, beispielsweise Dildos
oder Vibratoren. Manche Kleidungsstücke haben in ihrer Ausrichtung
bereits eine erotische Komponente, Beispiele hierzu sind Reizwäsche
oder Schamkapsel, inwiefern diese dann als Fetischobjekt oder
allgemein erotisierend wirken, ist schwer abzugrenzen. Eine
getragene Unterhose des Partners, deren Geruch zur sexuellen
Erregung bei der Masturbation dient, ist durch ihren Bezug zu der
Person (pars pro toto) nicht zwangsläufig als fetischistisches
Objekt zu verstehen, während dies für ungetragene oder selbst
getragene Wäschestücke durchaus gelten kann.
Manche Forscher kategorisieren Fetische danach, ob sie aufgrund
ihrer Form (form fetish) oder ihres Materials (media fetish)
ansprechend wirken. Mehrfach-Fetische sind nicht ungewöhnlich. Nur
wenn ein Gegenstand die vom Fetischisten bevorzugte äußere
Erscheinung hat oder aus seinem bevorzugten Material gefertigt ist,
wirkt er tatsächlich als Fetisch. So wirken beispielsweise auf
manche Fetischisten nur weiße Tennissocken erotisierend, während
sich andere nur von grauen Kniestrümpfen sexuell angesprochen
fühlen. Ebenso sind verschiedene Materialien besonders häufig für
Fetischisten interessant, als Beispiel dient hier Leder. Dies kann
sowohl über den Geruchssinn, über die Optik oder über die Haptik
stimulierend wirken. Für manche Fetischisten sind alle Sinne für die
Erregung notwendig, andere werden bereits durch den Anblick erregt.
Einige Fetische wirken durch ihre Koppelung mit bestimmten
Szenarien, es kann eine Übertragung der Eigenschaften der Umgebung
auf den Gegenstand selbst stattfinden. Beispielsweise nimmt man an,
dass Schuluniformen vor allem deshalb zum Fetisch werden, weil sie
dem Stereotyp des jungen Schulmädchens entsprechen.
Fetische können sich im Laufe der Zeit verändern. Dabei wird
entweder der vorhandene Fetisch abgewandelt oder es kommen weitere
Fetische hinzu; ein dauerhafter Rückgang des Fetischismus ohne
äußere Einflüsse kommt in aller Regel nicht vor. Gelegentlich können
äußere Ursachen für eine solche Änderung benannt werden, im
Allgemeinen ist dies jedoch nicht der Fall.
Verbreitete Fetische
Die am häufigsten anzutreffenden Fetische sind Kleidungsstücke wie
Schuhe (Schuhfetischismus), Strümpfe, Strumpfhosen, Unterwäsche,
Schürzen, Sport- und Badebekleidung, Uniformen, Regenbekleidung
(Klepper) sowie Accessoires wie Brillen und Piercings. Nicht selten
beschränkt sich der Fetisch auf ein einziges Modell oder ein
konkretes Exemplar. Entscheidend kann auch sein, ob die Kleidung
getragen wurde oder wer der Vorbesitzer war. Manche Kleidungsstücke
werden bestimmten Szenarien oder Rollenspielen zugeordnet,
beispielsweise Windeln der Autonepiophilie. Fetische, die keine
Kleidungsstücke sind, scheinen weniger verbreitet zu sein. Darunter
fallen Objekte wie Militärorden, Gipsverbände, künstliche Gliedmaßen
wie Prothesen oder auch Rollstühle. Außerdem können auch
Rauchinstrumente wie Zigarette und Tabakspfeife sowie das Rauchen
als Tätigkeit ansprechend wirken (Rauchfetischismus).
Bei vielen Fetischisten ist das Material des Gegenstands
entscheidend, in manchen Fällen ist das Material so wichtig, dass
der Gegenstand austauschbar wird, solange nur das Material dasselbe
bleibt; man spricht in diesem Fall auch von Materialfetischismus.
Typische bevorzugte Materialien sind Stoffe wie Leder, Pelze, Wolle,
Mohair, Seide, Nylon, Satin, Lycra und Kunststoffe wie
PVC-beschichtete Stoffe („Lack“), Latex und Gummi.
Nach DSM-IV können auch Körperteile wie zum Beispiel Füße, Beine,
Haare, Pobacken, Busen, Achselhöhlen oder Ohren Fetische sein, in
diesem Fall bezeichnet man die dazu gehörigen Praktiken als Body
worship.
BDSM
BDSM ist die heute in der Fachliteratur gebräuchliche
Sammelbezeichnung für eine Gruppe miteinander verwandter sexueller
Vorlieben, die oft unschärfer als Sadomasochismus oder
umgangssprachlich auch als SM oder Sado-Maso bezeichnet werden.
Weitere mögliche Bezeichnungen für BDSM sind beispielsweise Ledersex
oder Kinky Sex.
Der Begriff BDSM, der sich aus den Anfangsbuchstaben der englischen
Bezeichnungen „Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism
& Masochism“ zusammensetzt, umschreibt eine sehr vielgestaltige
Gruppe von meist sexuellen Verhaltensweisen, die unter anderem mit
Dominanz und Unterwerfung, spielerischer Bestrafung sowie
Lustschmerz oder Fesselungsspielen in Zusammenhang stehen können.
Generell
Alle Varianten des BDSM haben gemeinsam, dass sich die Beteiligten
freiwillig aus ihrer Gleichberechtigung in ein Machtgefälle begeben.
Der devote Partner gibt einen bestimmten Teil seiner Autonomie auf
und übergibt sie dem dominanten Partner (Power Exchange). Beide
Beteiligten erzielen daraus einen Lustgewinn. Der dominante Partner
wird auch Dom oder Top genannt, der devote Partner auch Sub oder
Bottom.
BDSM-Handlungen finden während einer festen Zeitspanne meist in Form
eines erotischen Rollenspiels statt; ein einzelnes BDSM-Spiel wird
Session genannt. Viele der innerhalb von BDSM ausgeübten Praktiken
wie Schmerzzufügung, Erniedrigung oder Unterwerfung würden ohne den
Zusammenhang zur speziellen sexuellen Vorliebe als unangenehm
empfunden werden. Geschlechtsverkehr wie etwa Oral-, Vaginal- oder
auch Analverkehr kann innerhalb einer Session vorkommen, ist jedoch
nicht essentiell.
Die grundlegende Basis für die Ausübung von BDSM ist, dass es
prinzipiell von mündigen Partnern, freiwillig und in gegenseitigem
Einverständnis in einem sicheren Maße praktiziert wird. Diese
Grundprinzipien werden seit den 1990er Jahren unter der englischen
Bezeichnung „safe, sane and consensual“, kurz SSC zusammengefasst.
Dies bedeutet so viel wie „sicher, mit klarem Verstand und in
gegenseitigem Einverständnis“. Die Freiwilligkeit, das heißt die
Einvernehmlichkeit zwischen den Beteiligten, grenzt BDSM sowohl
rechtlich als auch ethisch von Vergehen oder Verbrechen gegen die
sexuelle Selbstbestimmung und von Gewaltmissbrauch ab.
Einige Anhänger des BDSM bevorzugen einen etwas anderen
Verhaltenskodex mit der englischen Bezeichnung RACK (risk-aware
consensual kink), was etwa so viel bedeutet wie „risikobewusstes
einvernehmliches sexuelles Handeln“; sie wollen damit die das
Risikopotenzial betreffende Eigenverantwortung der beteiligten
Partner stärker betonen.
Die Freiwilligkeit als entscheidendes Kriterium gilt aber auch hier.
Die Einwilligung zu einem einvernehmlichen sadomasochistischen
Geschehen kann nur geben, wer die Folgen seiner Zustimmung
hinreichend abschätzen kann. Für seine Entscheidungsfindung muss der
Einwilligende ausreichend Informationen und die notwendigen
geistigen Fähigkeiten besitzen. Generell muss es dem Einwilligenden
freistehen, die Einwilligung jederzeit widerrufen zu können,
beispielsweise mit einem vorher vereinbarten Signalwort, einem
sogenannten Safeword.
Bondage - Fesselung
Der englische Begriff Bondage (Fesselung) bezeichnet Praktiken der
Fesselung zur Erregung und Steigerung sexueller Lust. Bondage ist
eine sehr beliebte Spielart aus dem großen Variationsbereich von
BDSM, wird von diesem teilweise aber auch abgegrenzt. Studien in den
USA kamen zum Ergebnis, dass etwa die Hälfte aller Männer und viele
Frauen Bondagespiele für erotisch halten.
Beim Bondage wird der Partner durch das Zusammenbinden der
Gliedmaßen, beispielsweise durch die Verwendung von Handschellen
oder Seilen und/oder durch Festbinden an Gegenständen gefesselt.
Auch das Spreizen der Gliedmaßen kann durch Bondage erreicht werden,
beispielsweise durch Fesseln an ein Andreaskreuz, Strappado oder
Spreizstangen.
Discipline - Disziplinierung
Unter Discipline versteht man im Bereich des BDSM die
Disziplinierung des Partners durch Schläge mit der Hand oder
„Züchtigungsinstrumenten“, aus deren Ausübung oder Empfang der
erotische Lustgewinn der Beteiligten entspringt. Hierbei kann die
Intensität der Schläge stark variieren. Eine Verschmelzung mit
Praktiken aus dem Bereich von Bondage ist häufig, aber nicht
zwingend und die Abgrenzung zu rein schmerzbetontem BDSM manchmal
schwierig. Neben Schlägen kommen gelegentlich auch andere Arten von
Körperstrafen zum Einsatz, beispielsweise beim Figging. Häufig wird
der Begriff Discipline auch fälschlich gebraucht, um
Erziehungsspiele aus dem Bereich Dominance and Submission zu
beschreiben.
Dominance and Submission - Dominanz und
Unterwerfung
Das Begriffspaar Dominance und Submission kommt aus dem Englischen
und bedeutet Herrschaft und Dominanz sowie Unterwerfung und
Unterordnung. Man bezeichnet damit ein ungleiches Machtverhältnis
zwischen Partnern, das bewusst angenommen und angestrebt wird.
Dominance and Submission benennt somit eher die psychische
Komponente des BDSM. Obwohl dies auch in vielen Partnerschaften der
Fall ist, die sich selbst nicht als sadomasochistisch auffassen,
gilt es bewusst gelebt als Teilbereich des BDSM. Die
Variationsbreite der individuellen Ausprägungen ist dabei groß.
Speziell psychisch orientierte Praktiken sind z. B.
Erziehungsspiele, bei denen der dominante dem devoten Partner
bestimmte Verhaltensweisen abverlangt. Sonderformen sind hierbei
erotische Rollenspiele wie beispielsweise das Ageplay – bei dem ein
gespielter Altersunterschied als Hintergrund fungiert – oder das
Petplay. Die gezielt eingesetzte sexuelle Zurückweisung des Partners
kann ebenfalls Teil von Dominance and Submission sein (siehe auch
Cuckold). Die bekannteste und wohl klischeebehaftetste Form von
Dominance and Submission ist die von „Herrschaft und Sklaventum“.
Diese kann für die kurze Dauer eines „Spiels“ unter ansonsten
gleichberechtigten Partnern umgesetzt, aber auch permanent in den
Alltag integriert werden („24/7“) und reicht bei wenigen
Partnerschaften bis hin zur völligen Unterwerfung eines Partners im
Sinne des Total Power Exchange. Ausgleichende Elemente für
Beherrschung und Unterwerfung sind dabei Fürsorge und Hingabe, die
sich jeweils ergänzen und so stabile Beziehungen ermöglichen.
Die Unterwerfung des Sub wird von diesem manchmal durch Symbole wie
ein besitzanzeigendes Halsband, besondere Tätowierungen,
Intimschmuck oder sehr kurzgeschnittene Haare oder Glatzen nach
außen hin demonstriert. Vereinzelt wird in längeren Beziehungen das
Machtverhältnis in sogenannten „Sklavenverträgen“ schriftlich
fixiert. Diese symbolische Handlung soll die innige Verbundenheit
der Partner und ihre gemeinsamen Vorstellungen „verbindlich“
festhalten. Rechtlich sind diese „Sklavenverträge“ in keiner Weise
verbindlich, da sie nach allgemeiner Auffassung zum Beispiel gegen
die guten Sitten verstoßen und aufgrund dessen nach § 138 BGB
nichtig sind. In der Vergangenheit führte die Existenz derartiger
Schriftstücke in verschiedenen Zusammenhängen immer wieder zu
drastischen Schlagzeilen in der Boulevardpresse, da in ihnen das
Innenverhältnis und vereinbarte Praktiken sehr detailliert
aufgeführt werden. Bei uninformierten Dritten führen derartige aus
ihrem ursprünglichen Zusammenhang gelöste Informationen regelmäßig
zu starker Ablehnung und einer Verurteilung der dem Schriftstück
zugrundeliegenden Beziehung.
Sadomasochismus
Mit Sadomasochismus wird oft – im Gegensatz zu Dominance and
Submission – die eher physische Seite von BDSM bezeichnet. Konkret
sind hier alle Praktiken einzuordnen, deren Zweck das Zufügen oder
Empfinden von Schmerzen ist.
Discipline weist sadomasochistische Züge auf. Im Gegensatz zu
Discipline spielen Schläge bei Sadomasochisten aber eine eher
untergeordnete Rolle, und es gibt eine Vielzahl anderer Praktiken,
die verwendet werden, um Schmerzen zu erzeugen. Sadomasochismus wird
vergleichsweise selten eigenständig praktiziert; eine Vermischung
mit anderen Aspekten des BDSM ist häufig.
Spielbeziehungen
Viele Anhänger des BDSM betrachten die Ausübung von BDSM in ihrem
Sexualleben als erotisches Rollenspiel und sprechen in diesem
Zusammenhang daher auch von „Spiel“ und „spielen“. Die Durchführung
eines solchen Spieles wird als „Session“ bezeichnet.
Analog dazu spricht man auch von „Spielbeziehungen“ und meint damit
zweierlei: Zum einen bezeichnet man mit diesem Begriff gewöhnliche
gleichberechtigte Partnerschaften, in denen BDSM Teil oder Vorspiel
der Sexualität ist. Bestehen mehrere Partnerschaften mit intensiven
emotionalen Bindungen über eine längere Zeit hinweg, so kann eine
Überschneidung mit der Praxis von Polyamory bestehen. Es können mit
dem Begriff Spielbeziehungen aber auch Partnerschaften gemeint sein,
die ausschließlich gelegentliches gemeinsames Ausleben bestimmter
sexueller Fantasien zum Ziel haben und in denen sonst kein weiteres
partnerschaftliches Verhältnis besteht
Tops und Bottoms
Im BDSM nennt man den Partner „Top“ oder häufiger „Dom“, der die
aktive, d. h. kontrollierende Rolle in einer meist durch die
Ausübung von Schmerz, Erniedrigung oder Unterwerfung geprägten
Session hat. Der als „Bottom“ oder häufiger als „Sub“ bezeichnete
Partner setzt sich für die Dauer der Session freiwillig solchen
Handlungen aus und ist der sogenannte passive Teil.
Switcher
Demonstration mehrerer Shibari-Bondages auf der aus der
Lederbewegung hervorgegangenen Folsom Street Fair 2003, San
Francisco
Einige BDSM-Anhänger switchen, das bedeutet, sie spielen sowohl die
dominante als auch die devote Rolle. Sie praktizieren dies entweder
innerhalb einer einzigen Session oder nehmen diese unterschiedlichen
Rollen in unterschiedlichen Sessions mit demselben oder mit
unterschiedlichen Partnern ein.
SM-Partys und -Clubs
SM-Partys sind Veranstaltungen, auf denen sich BDSM-Anhänger und
Interessierte treffen, um zu kommunizieren, Erfahrungen und
Erlebnisse auszutauschen und zu „spielen“. Die Partys ähneln oft
denen der Schwarzen Szene mit mehr oder minder striktem Dress-Code;
in der Regel ist das frivole Kleidung bzw. Teilbekleidung aus Lack
(Vinyl, PVC), Leder, Latex, Lycra o. Ä., die deutlich körperbetonend
wirkt bzw. die primären oder sekundären Geschlechtsmerkmale
besonders hervorhebt. Ziel solcher Dresscodes ist es, eine
erotisierende Stimmung zu erzeugen und Spanner fernzuhalten. BDSM
wird auf diesen Partys öffentlich, beispielsweise auf einer Bühne,
oder mehr oder weniger privat in Separees ausgelebt.
Geschlechtsverkehr steht hierbei nicht im Mittelpunkt der
Aktivitäten. Ein Grund für die relativ große Verbreitung dieser Art
von Veranstaltungen ist das dortige Vorhandensein von
„Spielgeräten“, denen in den meisten Wohnungen kein Platz eingeräumt
wird, wie beispielsweise Slings, Andreaskreuze, Strafböcke oder
Käfige. Weiterhin besteht im Allgemeinen an diesen Orten auch nicht
das Problem einer Lärmbelästigung, wodurch im privaten Rahmen viele
BDSM-Aktivitäten eingeschränkt werden können. Solche Partys bieten
außerdem sowohl Exhibitionisten als auch Voyeuren ein Forum, ihre
Neigung ohne soziale Ablehnung auszuleben. BDSM-Partys gibt es
mittlerweile in jeder größeren Stadt.
In einigen Städten existieren spezielle BDSM-Clubs (wie z.B. der
Hamburger Club de Sade) mit einem mehr oder weniger regelmäßigen
Programm, in dem sich Themen-Partys mit themenfreien „Spielabenden“
abwechseln, analog zum Geschäftsbetrieb herkömmlicher Diskotheken.
Die soziale Kontrolle auf diesen Partys bzw. in den Clubs ist jedoch
in der Regel weitaus höher als in einer normalen Diskothek. Auf
Konsensualität bei öffentlichen SM-Spielen wird strikt geachtet.
Neben kommerziellen Veranstaltungen gibt es auch privat organisierte
bzw. nicht oder nur mäßig gewinnorientierte Partys, die von
BDSM-Gruppen und Einzelpersonen organisiert werden. Minderjährige
haben weder zu Partys noch in Clubs Zutritt.
Rechtlicher Status in Deutschland
Mit gegenseitigem Einverständnis sind partnerschaftlich ausgeübte
Praktiken aus dem Bereich BDSM in Deutschland im Regelfall nicht
strafbar.
Rechtlicher Status in Österreich
Nicht strafbar, wenn das „Opfer“ einwilligt und die Verletzung oder
Gefährdung als solche nicht gegen die (aktuell geltenden) guten
Sitten verstößt.
Rechtlicher Status in der Schweiz
Die sexuelle Mündigkeit beginnt in der Schweiz mit 16 Jahren, was
auch für BDSM-Spiele gilt. Selbst Kinder (d. h. unter 16-jährige)
machen sich nicht strafbar, sofern der Altersunterschied zwischen
den Beteiligten unter drei Jahren liegt.
Femdom
Femdom ist die gebräuchlichste Abkürzung für female domination
(engl. für „weibliche Dominanz“) und bezeichnet unabhängig von der
sexuellen Orientierung die Varianten des BDSM, in der eine Frau die
dominante Rolle einnimmt. Der Begriff Femdom kann auch die dominante
Frau selbst bezeichnen. Im Gegensatz dazu nennt man die von Männern
ausgeübte Dominanz oder den männlichen Dominanten Maledom (engl.
male= Mann oder männlich). Möglicherweise ist der Begriff Ende der
1980er Jahre an der US-amerikanischen Ostküste entstanden.
Varianten
Innerhalb eines erotischen Rollenspiels oder einer definierten
Beziehungsstruktur (vgl. EPE und TPE) unterwirft sich der Bottom
innerhalb gewisser Zeiträume oder dauerhaft den Wünschen und der
Kontrolle seiner aktiven Partnerin (Top). Diese Unterwerfung kann
sich ausschließlich auf den sexuellen Bereich und die Wünsche der
Top beziehen, es ist aber durchaus möglich, dass sich diese
Kontrolle in andere Lebensbereiche erstreckt. Wie in allen Bereichen
des BDSM liegt auch hier üblicherweise der Grundsatz der
freiwilligen Unterwerfung (SSC oder RACK) zugrunde.
Im BDSM-Kontext wird die weibliche Top als „Femdom“, Domse oder
Domme bezeichnet, auch, um sie von der professionellen Variante der
weiblichen Dominanz, der Domina zu unterscheiden. Oft werden Anreden
oder Titel verwendet, die das Machtgefälle zwischen Top und Bottom
unterstreichen sollen, beispielsweise „Herrin“, „Mistress“ oder
„Lady“, während der Bottom als „Sklave“, „Diener“ oder „Sub“
bezeichnet wird, auch das Siezen der Top oder das Verwenden der 3.
Person Singular ist verbreitet.
Female Supremacy
Erstreckt sich die Kontrolle der Top über die sadomasochistischen
Rollenspiele hinaus, wird diese Art des dauerhaft veränderten
Rollenverständnisses als besondere Form des Femdom angesehen und als
eigenständige Beziehungsform mit Female Supremacy, Female
Superiority (engl., weibliche Überlegenheit) oder auch Female-led
Relationship (engl., weiblich dominierte Beziehung) bezeichnet. Ein
grundlegender Gedanke bei dieser Beziehungsart ist, die Umkehrung
der patriarchalen Strukturen aufgrund einer angenommenen,
natürlichen Überlegenheit der Frau innerhalb der Beziehung zu
erreichen. Dabei ist es durchaus möglich, dass die klassischen
sexuellen Praktiken des BDSM keinerlei Rolle spielen, sondern sich
die Unterwerfung des Bottom im emotionalen und alltäglichen Bereich
abspielt.
In Tschechien hat das Other World Kingdom (engl., Königreich der
anderen Welt) eine solche Umkehrung der gesellschaftlichen
Strukturen im Rahmen einer privaten Umgebung, einer Art
Fantasierepublik erschaffen.
Praktiken
Häufige Spielarten sind neben den im BDSM in allen Konstellationen
verbreiteten Praktiken, zum Beispiel Bondage, Spanking oder
Erziehungsspielen, insbesondere auch Facesitting, CBT, Trampling,
Feminisierung und andere Bereiche des sexuellen Fetischismus.
Insbesondere Reinigungsrituale wie zum Beispiel Bodenschrubben,
Wäschewaschen oder Stiefelputzen durch den Mann werden oft
praktiziert.
Inzwischen gibt es neben den für alle Spielarten offenen
Veranstaltungen in der BDSM-Szene auch reine Play-Partys für
dominante Frauen und ihre Begleiter, Stammtische (beziehungsweise
Ableger von pansexuellen Stammtischen) nur für Frauen oder dominante
Frauen und auch Internetcommunities, die sich überwiegend oder
ausschließlich mit den Themen der weiblichen Dominanz
auseinandersetzen.
|
 |
|
|