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Als Deepthroating wird eine besonders artistische Spielart des Oralsex bezeichnet, bei der der männliche Penis beim Mundfick zur Gänze im Mund
aufgenommen wird.
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Blasen - Fellatio - Neunundsechzig - Cunnilingus
Deep Throat zurück
Die Fellatio ist eine Form des Oralverkehrs, bei der der Penis
durch Mund, Zunge und Lippen – beim sogenannten Deepthroating auch
durch die Rachenregion – des Sexualpartners stimuliert wird;
Lutschen und Saugen am Penis sind ebenfalls möglich.
Umgangssprachliche Begriffe sind unter anderem „jemandem einen
blasen“, „Sex auf französisch“ oder aus dem Englischen übernommen
„Blowjob“.
Kontext
Häufig wird Fellatio beim Vorspiel praktiziert, sowohl zur
Steigerung der sexuellen Lust, als auch um eine Erektion
herbeizuführen. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen dient sie
als eine Form des Pettings der sexuellen Erkundung. Männer mit
schwacher Erektion, die deswegen vaginal oder anal nicht penetrieren
können, erreichen mit Fellatio manchmal die Möglichkeit,
penetrierenden Sex zu praktizieren. Neben der physischen Erregung
kann auch ein Zusammenhang mit psychischen und sozialen Komponenten
bestehen, der in solchen Fällen die Attraktivität der Fellatio
steigern kann. Hierbei werden insbesondere symbolische Zusammenhänge
mit Dominanz, Kontrolle und Macht auf der Seite des Penetrierenden
und Hingabe auf Seiten des Ausführenden herangezogen. Gleichzeitig
kann die Vorstellung, etwas Verbotenes zu tun, beziehungsweise ein
Tabu zu brechen, zu einer Steigerung der Erregung führen. Besonders
gelenkige Männer können sich selbst oral befriedigen. Diese Form der
Masturbation wird Autofellatio genannt. 2 bis 3 ‰ der Männer sind
dazu imstande. Eine wirklichkeitsnah gefilmte Autofellatio, die mit
einer unvollständigen „Rolle rückwärts“ eingeleitet wird, ist
Bestandteil der Handlung in dem Spielfilm Shortbus.
Verbreitung
Bei einer Studie an 1025 Frauen zur freiwilligen und
einvernehmlichen Ausübung von Fellatio gaben 55 % der Befragten an,
gelegentlich, und 14 %, häufig Oralverkehr zu haben. Unter den
Opfern sexueller Übergriffe in London in den Jahren 1988 und 1989
wurden von den 1507 Opfern, darunter 104 Männer, 17 % der Frauen und
14 % der Männer während des Übergriffs zu Fellatio gezwungen, an 31
% der Männer wurde Fellatio gegen ihren Willen durchgeführt. In der
Pornografie wird Fellatio häufig dargestellt, in der Regel vor aber
auch manchmal nach dem vaginalen bzw. analen Geschlechtsverkehr und
häufig mit der Darstellung einer Ejakulation auf das Gesicht oder in
den Mund des Sexualpartners (Gesichtsbesamung).
Fellatio ist auch bei anderen Primatenarten bekannt. Insbesondere
bei Bonobos wurde sie beobachtet, dort allerdings meist als
Interaktionsmuster jugendlicher Männchen. Obwohl die Annahme
verbreitet ist, Fellatio sei spezifisch für Primaten, trifft das
nicht zu. Beispielsweise existiert eine zufällig entstandene
Aufnahme eines Kängurus, das Autofellatio praktiziert.
Unabhängig von derartigen Zufälligkeiten ist Fellatio bei der
Paarung einer Spezies (Cynopterus sphinx) der Flughunde belegt, wo
sie offenbar zur Verlängerung der Kopulation dient.
Risiken
Fellatio ist eine Form des Sexualkontaktes, die Risiken der
Übertragung von Geschlechtskrankheiten mit sich bringt. Eine
Ejakulation in den Mund stellt ein Infektionsrisiko dar für HIV und
klassische Geschlechtskrankheiten wie Syphilis und Gonorrhoe,
insbesondere seitens des Partners, dessen Mund beteiligt ist (und
erst recht bei Verletzungen des Gaumenfleisches). Institutionen der
Gesundheitshilfe, zum Beispiel die Deutsche AIDS-Hilfe oder die
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, empfehlen, bei
Sexualkontakten grundsätzlich bestimmte Safer-Sex-Regeln zur
Minderung von Infektionsrisiken einzuhalten. Zur HIV-Prävention bei
Fellatio wird empfohlen, entweder ein Kondom zu benutzen oder dafür
zu sorgen, dass kein Sperma in den Mund gelangt. Das
Infektionsrisiko für HIV durch das Präejakulat und durch Speichel
wird aber als gering bewertet. Zum Schutz vor anderen sexuell
übertragbaren Krankheiten sind Kondome dagegen erforderlich.
Neunundsechzig
Als Neunundsechzig oder 69 wird eine sexuelle Stellung bezeichnet,
bei der beide Partner einander gleichzeitig oral befriedigen. Dabei
liegen die Partner übereinander oder auf die Seite gedreht, sodass
das Gesicht des einen Partners bei den Genitalien des anderen liegt
und andersherum. So können der Penis und der Hodensack des Mannes
und die äußeren Geschlechtsorgane der Frau (Klitoris, Schamlippen,
Vagina) gleichzeitig durch den Mund (die Lippen, die Zunge, die
Zähne) des anderen oral stimuliert und liebkost werden. Diese
Stellung wird vor allem beim Vorspiel angewandt, sie kann aber auch
zu einem gemeinsamen Orgasmus führen.
Cunnilingus
Als Cunnilingus (lat. cunnus „weibliche Scham“ und lingua „Zunge“)
bezeichnet man eine Form des Oralverkehrs in der Sexualität, bei dem
der Sexualpartner oder die Sexualpartnerin die äußeren weiblichen
Geschlechtsorgane – die Klitoris, die Schamlippen oder den
Scheideneingang – mit der Zunge, den Lippen oder den Zähnen erregt
Deepthroating
Als Deepthroating oder Deep Throat wird eine Variante des
Oralverkehrs bezeichnet, bei der der Penis gänzlich im Rachen
aufgenommen wird. Der englische Begriff „Deep Throat“ setzt sich
zusammen aus den Worten deep („tief“) und throat („Rachen, Kehle“),
was so viel wie „tiefkehlig“ bedeutet. Auch wenn Gegenstände wie
beispielsweise Dildos in den Rachen eingeführt werden, kann dies als
Deep Throat bezeichnet werden.
Konzept
Bei dieser Sexualpraktik soll um den Penis herum ein Gefühl der Enge
erzeugt werden. Mit der Stimulation zahlreicher Nervenendungen des
hinteren Rachenraumes ist meist die Provokation des natürlichen
Würgreflexes verbunden. Ihn abzutrainieren ist wenig ratsam, da er
beim Verschlucken von Gegenständen oder gesundheitsschädlichen
Substanzen eine lebensrettende Funktion hat. Die Stärke des
auftretenden Würgereflexes lässt sich zwar durch wiederholte
Auslösung schrittweise vermindern (Habituation), aber es kann
durchaus mehrere Monate dauern, bis der Würgreflex unter Kontrolle
ist. Aufgrund des Würgereizes kann das Deepthroating für den
aufnehmenden Partner unangenehm sein, da er sich nicht auf den
Partner und den Sex mit ihm, sondern auf die Unterdrückung des
Reflexes konzentrieren muss. Auch kann es zu einer Blockade der
Luftröhre führen, die das Atmen verhindert und Panik auslöst. Eine
Gefahr besteht dann, wenn es zu einer Aspiration kommt. Dabei
gelangen Teile des hochgewürgten Mageninhaltes in die Luftröhre bzw.
Lunge, was mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Lungenentzündung
führt.
Deepthroating wird sowohl in hetero- als auch homosexuellen
Beziehungen ausgeübt und häufig in Pornofilmen dargestellt.
Deepthroating in der Pornografie
Im Rahmen pornografischer Filme kommt Deepthroating mittlerweile
häufig vor. Besondere Berühmtheit erlangte diese Technik durch den
Film Deep Throat mit der US-amerikanischen Hauptdarstellerin Linda
Lovelace, die diese Praktik später als schmerzhaft und unangenehm
beschrieb.
Die deutsche Pornodarstellerin Gina Wild beschreibt die Technik in
ihrem Buch „Ich, Gina Wild – Enthüllung“ wie folgt:
„Anfangs habe ich manchmal einen Würgereiz bekommen. Dann habe ich
gestoppt. Als Pornodarstellerin habe ich den so genannten Deep
Throat gelernt. Das ist eine ganz bestimmte Technik. Wenn nämlich
der Penis ganz hinten im Rachen den Vagusnerv berührt, dann schluckt
man. Irgendwann hat man es heraus. Wenn der Schwanz hinten an den
Nerv stößt, wird geschluckt. Dann hast du diesen Würgereiz nicht,
und er geht richtig tief rein.“
Die US-amerikanische Sexberaterin und Buchautorin Lou Paget übt
unter anderem auch Kritik an der Häufigkeit, mit der Deepthroating
in pornografischen Werken vorkommt. Sie vertritt die Auffassung,
dass die Konsumenten von Pornos dadurch auf „Erwartungen
programmiert werden, die in der wirklichen Welt nur selten erfüllt
werden“ und dass „der Würgereflex es fast unmöglich mache, den Penis
tief in den Rachen aufzunehmen“.
Gagging
Eine Variation des Deepthroat ist das Gagging, bei dem der Würgereiz
mit Gewalt überwunden wird, indem der Penis durch Kraft in den
Rachen gepresst wird. Dies führt bei ungeübten Menschen zwangsläufig
zum Erbrechen, weswegen das Gagging dem Besudelungstrieb und somit
der Paraphilie zugeordnet werden kann. Weitere Aspekte sind die
Erniedrigung des Partners und die Verbindung von Sex und Gewalt. Das
Gagging besitzt heutzutage eine eigene Sparte in der
Hardcore-Porno-Industrie.
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