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verwendete
web-technologien auf amateuerportalen
webchat zurück
Ein Webchat ist ein Chatsystem, das Nachrichten über das WWW als
Webanwendung vermittelt. Solche Chats haben abgesehen von einem
kompatiblen Browser keine weiteren Systemanforderungen. Dadurch sind
sie vor allem für technisch weniger versierte Nutzer leichter
zugänglich.
Formen
Man kann grundsätzlich zwischen vier Formen von Webchats
unterscheiden.
- Text-Chat bilden die ursprüngliche Form des Webchats, erlauben
aber eine Kommunikation per Text.
- 2D-Chat, oder auch Avatar-Chat erlauben zusätzlich zur
Textkommunikation eine virtuelle Landschaft, meist ein Foto oder
Zeichnung und stellen Chatter mit Avataren dar. Diese Form von
Webchat findet bei Anime-Fans sehr viele Anhänger, da man sich hier
mit den Figuren seiner Lieblingsserien darstellen kann.
- 3D-Chat bietet prinzipiell die selben Funktionen wie ein 2D-Chat,
nur dreidimensional. Obwohl an der Realität angelehnt, ist die
Bedienung von 3D-Chats erschwert, da im Raum sehr viel mehr
Bewegungsmöglichkeiten vorhanden sind.
- Real-World-Chat sind Chats, in denen man zusätzlich mit der
eigenen Stimme oder Webcam chatten kann. Aufgrund des hohen
Datenaufkommens sind gerade Webcam-Chats nur mit wenigen Nutzern in
einem Raum möglich.
Geschichte und Technologie
Die Geschichte der Webchats ist geprägt von Trends in den zugrunde
liegenden Web-Technologien. Die ersten Webchats benutzten einfache
Schnittstellen aus dynamisch erstellten HTML-Seiten (CGI). Das
Benutzen von HTML-Seiten erlaubte unter anderem die Verwendung von
Schriftarten, Farben, Links und Bilder, was ein Vorteil gegenüber
den älteren Text-basierten Chatdiensten wie IRC bedeutete. Der
größte Nachteil bei HTML-Webchats war ihre mangelnde Interaktivität.
Das Versenden von Nachricht an den Chatserver erforderte ein
komplettes Neuladen der Webseite. Das Empfangen von neuen
Nachrichten bedeutete außerdem dass Webseiten regelmäßig neu geladen
werden mussten. Dies konnte zu Verzögerungen führen, zu Flackern
beim Seitenaufbau und ständigen, störenden Browseraktivitäten. Aus
diesen Gründen sind reine HTML-Webchats weitgehend zurückgegangen.
Seit 1995 gibt es Java-Applet-Technologie in Webbrowsern. Java
bietet Netzwerk- und Grafikfähigkeiten und machten es zu einer
beliebten Plattform für die Erstellung von Webschnittstellen. Zwar
gibt es einige Nachteile mit Java-Chats, wie lange Ladezeiten beim
Starten, jedoch hat sich die Technologie bewährt und wird auch heute
noch benutzt.
Seit 2005 haben neue Web-Technologien wie Ajax und Flash Einzug
gefunden. Ein Nachteil ist die unvollständige Netzwerkfähigkeit bei
den verwendeten JavaScript und Actionscript Programmiersprachen,
jedoch bieten diese Technologien gute Unterstützung für
Grafikfunktionen und Interaktivität und werden deshalb gerne als
Grundlage für moderne Webchats verwendet.
Livecam - Videokonferenz
Videokonferenz wird der synchrone Informationsaustausch zwischen
Menschen an mehr als einem Ort in Erweiterung zur örtlich begrenzten
Besprechung (Konferenz) mit Hilfe von technischen Einrichtungen zur
Bild- und Tonübertragung genannt. Die unterschiedlichen Bilder und
Töne an den Orten werden durch die Teilnehmer beeinflussbar für die
jeweiligen Endgeräte aufbereitet. Die Endgeräte haben mindestens
eine Kamera und ein Mikrofon als Eingabegeräte sowie Bildschirm und
Lautsprecher als Ausgabegeräte. Bei nur zwei Teilnehmern ist der
Begriff Bildtelefonie zutreffender.
Geschichte
Erste Entwicklungen von Technologien zur Videokonferenz begannen
bereits in den Dreißiger Jahren, parallel zur Entwicklung des
Fernsehens. Trotz neuer Technologien in den 1970er Jahren und einer
dadurch getragenen Wiederaufnahme der Entwicklung waren
Videokonferenzen bis zum Beginn des Dritten Jahrtausends wenig
verbreitet. Einen Durchbruch erlangten verbesserte
Kompressionsverfahren der mittlerweile vollständig digitalisierten
Sprach- und Videodaten, die Standardisierung der bis dahin
proprietären Verfahren und der allgemeinen Verfügbarkeit von PCs und
digitalisierten Anschlussleitungen zu ersten Erfolgen. Mit der
zunehmenden Umstellung auf IP-basierte Vermittlungstechnik
profitiert die Videokonferenz heute immer stärker von der
Verfügbarkeit breitbandiger Verbindungen. Experten sagen daher einer
wachsende Verbreitung dieser Kommunikationstechnologie voraus.
Technische Aspekte
Unechte Videokonferenz: Web-Konferenz mit Telefonschaltung
Eine ähnliche Form ist die Web-Konferenz mit paralleler
Telefonkonferenz. Hierzu benötigen die Teilnehmer nur einen PC mit
Internet-Anschluss sowie ein Telefon. Am PC selbst wird keine Kamera
und kein Mikrofon benötigt. Die Teilnehmer werden per E-Mail von
einem Gastgeber (ein Unterschied zur Videokonferenz, bei der alle
Teilnehmer gleichberechtigt sind) eingeladen und erhalten darin
einen Internet-Link zur Web-Konferenz. Parallel wählen sie sich in
eine Telefonkonferenz ein. Die Zahl der Teilnehmer kann in die
tausende gehen.
Während der Konferenz können die Teilnehmer stummgeschaltet werden.
Dies ist insbesondere bei großen Konferenzen üblich. Es ist aber
auch möglich, einzelnen Teilnehmern das Wort zu erteilen. Die
Web-Konferenz ermöglicht sowohl reine Folienpräsentationen als auch
die Anzeige von Bildschirminhalten eines Teilnehmers auf allen
Teilnehmerbildschirmen. Es stehen Chats und Bereiche für Fragen und
Antworten zur Verfügung. Die Nachrichten können je nach
Voreinstellung vertraulich an bestimmte Teilnehmer oder öffentlich
an alle Teilnehmer gesendet werden.
Teilweise werden dafür auch die Begriffe Webcast und Webinar
verwendet.
Die gerätetechnische Basis der Übertragung
Die Standardisierungsbehörde ITU-T definiert vier große
Gerätegruppen:
Videokonferenz-Endgeräte
Der Videokonferenzmarkt bietet eine Reihe von Anlagen-
beziehungsweise Umsetzungsvarianten an, deren Ausstattung im
Wesentlichen vom Einsatzzweck abhängt.
Desktop-Systeme
Bei Desktopsystemen sind die notwendigen Komponenten in einem PC
eingebaut. Es wird dafür neben einer externen Kamera (heute meist
USB-Webcam) auch ein Mikrofon beziehungsweise Headset benötigt. Man
unterscheidet hardware-basierte (Kodierung und Dekodierung auf einer
Steckkarte) und rein software-basierte Desktop-Systeme. Neben den
relativ geringen Kosten haben Desktopsysteme den Vorteil, dass der
Anwender während der Videokonferenz vollen Zugriff auf seine Daten
und die auf dem PC installierten Programme hat. Desktopsysteme
eignen sich daher insbesondere dort, wo im Rahmen von Konferenzen
auch eine gemeinsame Datenbearbeitung erfolgen soll, etwa mit Hilfe
der Software NetMeeting oder VNC.
Settop-Boxen / Rollabouts
Diese Kompaktsysteme sind spezielle Geräte, zu deren Betrieb in der
Regel lediglich noch ein Monitor und die entsprechenden
Netzanschlüsse (ISDN und/oder LAN) benötigt werden. Aufgrund des
geringen Gewichtes und der einfachen Installation eignen sich diese
Geräte auch für den mobilen Einsatz.
Raumsysteme
Raumsysteme sind modular aufgebaute, leistungsstarke Anlagen. Durch
variable Ausstattungsmerkmale sind Systemkonfigurationen für fast
jede Anwendung möglich. Leistungsstarke Kameras, Raummikrofone und
große Monitore erlauben auch in großen Konferenzräumen den Einbau
dieser Systeme, die auch die Einbindung weiterer
Peripherieeinrichtungen wie zum Beispiel Dokumentenkameras
ermöglichen.
Sonstige Geräte
Hierzu gehören die in der Entwicklung befindliche
Mobilfunk-Videokonferenz per UMTS oder die Bildtelefonie.
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